Die Leiden des jungen Werthers

Goethes Klassiker des Sturm und Drang als Arbeitsgrundlage und Sammelobjekt

Werther, ein junger, sensibler Mann, schreibt vom Mai 1771 bis Dezember 1772 Briefe an seinen Freund Wilhelm, in denen zunächst die enthusiastischen Beschreibungen der Natur und Einwohner des Ortes Walheim Eingang finden, dann die Begegnung mit Lotte und deren Verlobten, mit dem er sich anfreundet, aber zunehmend auf ihn eifersüchtig wird. Der Enthusiasmus wandelt sich in Pessimismus und schließlich Todessehnsucht. Als seine Liebe zu Lotte unausweichlich hoffnungslos wird, kleidet er sich in der Tracht, die er trug als er Lotte kennen lernte (blauer Frack und gelbe Weste) und erschießt sich.

1772, als Goethe Mitte 20 ist, verliebt er sich zweimal unglücklich: erst in Charlotte Buff, Braut seines Freundes Christian Kestner, danach in Maximiliane La Roche, die dann den Frankfurter Kaufmann Peter Brentano heiratet. Ein ebenfalls unglücklich verliebter Legationssekretät erschießt sich mit Kestners Waffe.

Drei Ereignisse, die Goethe den nötigen Impuls geben, 1774 innerhalb von vier Wochen seinen Werthers runter zu schreiben und zunächst anonym zu veröffentlichen.

Innerhalb der Reihe Bibliothek der Erstausgaben des dtv-Verlags erscheint der Nachdruck der Erstausgabe von 1774, herausgegeben als Sonderausgabe in satiniertem Leinen, mit Lesebändchen und Silberprägung. Der Text folgt der Originalpaginierung, enthält Zeilenzähler, im Anhang eine Zeittafel zu Goethes Leben, ein Glossar und Infos zu Werk und Textgestalt.

Ich nutze die Ausgabe fürs Studium - sie ist wesentlich stimmungsvollere zu lesen als die Ausgabe der Reclam Universal-Bibliothek, ist mit 10 Euro immer noch günstig und vereint Arbeitsgrundlage mit ansprechender, hochwertiger Gestaltung.

Die Leiden des jungen Werthers
Veröffentlicht:
Medium:
Buch
Autor:
Johann Wolfgang Goethe
Verlag:
dtv