Das Glück des Schreibens

Über die Schreibleidenschaft von Virginia Woolf, Rosamunde Pilcher und J.K. Rowling

Das Glück des Schreibens

Ganz ähnlich wie Elsemarie Maletzke speziell für Jane Austen, begibt sich dieses Buch auf die Spuren weiblicher Schriftsteller Englands, in chronologischer Geburtsfolge und sortiert nach Genre, von Jane Austen über die Brontë-Schwestern, Virginia Woolf und Rosamunde Pilcher, schließlich auch zeitgenössische Schriftsellerinnen wie P.D. James und J.K. Rowling.

Das Glück des Schreibens ist eine Mischung aus vielen kurzen Biografien und Portraits der Autorinnen und hübschen Aufnahmen von romantischen roten Backsteinhäusern, alten englischen Dörfern und Arbeitsplätzen, die nur dazu geschaffen zu sein scheinen, als Geburtsorte herausragender Romane der Literaturgeschichte zu dienen.

Mit dem Thema kann man nicht viel falsch machen, denkt auch der Verlag, und findet großzügige Worte im Umschlagstext: Luise Berg-Ehlers erläutere anschaulich, in welchem Ambiente große Romane entstanden, ergänzt durch »prägnante Biografien« und »atmosphärisch dichte Fotografien«. Der Buchtitel passt: die Frage, welches elementares Glück die Autorinnen beim Schreiben empfanden und empfinden, weiß Luise Berg-Ehlers für jede der portraitierten Frauen zu beantworten.

Luise Berg-Ehlers greift gerne auf literaturwissenschaftliche Fachbegriffe zurück und schiebt hier und da eigene Ansichten unter, einige Sätze geraten dabei zu umständlich. Mitunter lässt sie die Autorinnen sich gegenseitig kommentieren, so hat Virginia Woolf einiges Passendes über die Geschwister Brontë und Jane Austen anzumerken. Bevor es zu sehr ins Detail geht, folgt das nächste Kapitel und die nächste englische Autorin.

Schön für alle, die beim Gedanken an einen viktorianischen Sekretär mit Schreibfeder – oder direkt samt einer Agatha Christi über ihrer Schreibmaschine hockend – selig lächeln.

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