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	<title>lesedetektiv.de &#187; Gesellschaftskritisch</title>
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	<description>Buchkritiken, Rezensionen Literatur: Romane, Wissen, Hörbuch, Kinderbücher, Kurzgeschichten etc.</description>
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		<title>Das M&#228;dchen seiner Tr&#228;ume &#124; Donna Leons Commissario Brunetti und sein siebzehnter Fall</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Sep 2009 13:51:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaftskritisch]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi, Thriller]]></category>

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		<description><![CDATA[Wieder ein Brunetti, 17 mittlerweile. Nimmt das kein Ende? Seit 1992 schreibt Donna Leon j&#228;hrlich einen Roman dessen Protagonist, der venezianische Polizist Commissario Guido Brunetti, l&#228;ngst zur Marke geworden ist ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3257066953/selbstausbild-21" target="_blank"><img class="alignleft size-full wp-image-708" title="Das M&#228;dchen seiner Tr&#228;ume | Diogenes" src="http://www.lesedetektiv.de/wp-content/uploads/2009/09/brunettis-siebzehnter-fall.jpg" alt="Das M&#228;dchen seiner Tr&#228;ume | Diogenes" width="75" height="128" /></a>Wieder ein Brunetti, 17 B&#228;nde sind es schon. Seit 1992 schreibt Donna Leon j&#228;hrlich einen Roman, dessen Protagonist, der venezianische Polizist Commissario Guido Brunetti, l&#228;ngst zur Marke geworden ist. Und sie hat ein recht klares Schema: ein Kriminalfall, meist ein Mord, parallel dazu ein sozialkritischer Aspekt und als Gegenpol der Hoffnung jede Menge Brunetti-Familienleben.</p>
<p>Der Mordfall dieses Romans ist der eines jungen M&#228;dchens, das tot in Venedigs Kan&#228;len treibt. Sie geh&#246;rt zu den Roma, womitauch das gesellschaftskritische Anliegen des Romans abgesteckt ist. Der Kriminalfall tritt gute 150 Seiten lang zur&#252;ck und macht Platz f&#252;r eine detaillierte und anschauliche Beschreibung der Lebensverh&#228;ltnisse der Roma: Donna Leon berichtet sehr gr&#252;ndlich davon, wie die Bev&#246;lkerungsgruppe unter dem gesellschaftlichen Ausschluss leidet. Interessant und lehrreich &#8211; aber nicht spannend.</p>
<p>Der Spannung ebenfalls nicht zutr&#228;glich ist die extra gro&#223;e Portion Familienleben (Brunettis Mutter stirbt). Unterhaltsam f&#252;r alle, die Familie Brunetti seit 17 B&#228;nden verfolgen und lieb gewonnen haben und auch die geistreichen Wortwechsel im Kommissariat zu sch&#228;tzen wissen. Wenn auch die (in der Vergangenheit sehr fesselnde) Krimi-Spannung von Band zu Band abnimmt, gute Dialoge fallen Donna Leon immer ein.</p>
<p>Vielleicht ist es ein Fehler, immer noch einen spannenden Krimi hinter der Marke Brunetti zu erwarten. Dabei ist es Donna Leon doch offensichtlich viel wichtiger &#252;ber gesellschaftliche Missst&#228;nde zu berichten und liebevoll den venezianischen Alltag darzustellen. Der Kriminalfall ger&#228;t zur Nebenhandlung. Auch wenn ich mich (in Erwartung eines Krimis) streckenweise langweilte ist der 17. Fall wieder besser als <a title="Donna Leon" href="http://www.lesedetektiv.de/?s=donna+leon">die letzten beiden</a>.</p>
<p>Donna Leon kann wunderbar schreiben. Sie fordert etwas von ihrem Leser, und sei es nur das Bewusstsein, dass  eben nicht immer alles sauber aufgel&#246;st und abgeschlossen wird. Trotzdem: sch&#246;n w&#228;r&#8217;s schon, mal wieder was richtig Spannendes von ihr zu lesen. Hoffnung nicht aufgeben, warten wir eben auf&#8217;s n&#228;chste Jahr.</p>
<p class="gelesen">Auch gelesen hat&#8217;s <a title="Ines Dietzsch / krimi-couch.de" href="http://www.krimi-couch.de/krimis/donna-leon-das-maedchen-seiner-traeume.html" target="_blank">Ines Dietzsch / krimi-couch.de</a> und meint: »Ein gewisser Unterhaltungswert ist dem Roman nicht abzusprechen, jedoch Krimi-Spannung? – Fehlanzeige«</p>
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		<title>Tijuana Blues &#124; Mexikanisch-Amerikanische Grenze: Gabriel Trujillo Muñoz&#8217; Krimi in vier Episoden</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Aug 2008 11:58:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaftskritisch]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi, Thriller]]></category>

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		<description><![CDATA[Ohne genau zu wissen welches Genre das Buch darstellt und ohne zuvor den Umschlagtext gelesen zu haben (der ohnehin manches verderben kann) habe ich mich nach ca. 80 Seiten sehr gewundert: denn schon war der M&#246;rder gefasst ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3293204171/selbstausbild-21" target="_blank"><img class="size-full wp-image-278 alignleft" title="Tijuana Blues | metro Verlag" src="http://www.lesedetektiv.de/wp-content/uploads/2008/08/tijuana-blues.jpg" alt="Tijuana Blues | metro Verlag" width="83" height="128" /></a>Ohne genau zu wissen welches Genre das Buch bedient und ohne zuvor den Umschlagtext gelesen zu haben (der ohnehin manches verderben kann) habe ich mich nach ca. 80 Seiten sehr gewundert: denn schon war der wahre M&#246;rder gefasst und umfangreich gest&#228;ndig, sodass auch die Hintergr&#252;nde des Mordes zufriedenstellend aufgekl&#228;rt waren. 180 Seiten vor Buchende sind s&#228;mtliche Antagonisten, die potentiell in einem aufbauenden Erz&#228;hlstrang von Relevanz sein k&#246;nnten (z.B. mit Rachemotivation) bereits tot. Gilt denn hier nicht das Krimiprinzip, das mit dem Mord beginnt und mit der Ergreifung des M&#246;rders endet?</p>
<p>Doch: denn diese Geschichte ist mit der Ergreifung des M&#246;rders tats&#228;chlich abgeschlossen und unser Ermittler, der Anwalt f&#252;r Menschenrechte Miguel Angel Morgado, nimmt sein n&#228;chstes Mandat an und sp&#252;rt dem n&#228;chsten M&#246;rder hinterher. Dies geschieht vier Mal, dann ist das Buch zu Ende &#8211; vier in sich abgeschlossene Krimiepisoden mit demselben Ermittler und dessen privatem Umfeld. Anders und spannend ist der Handlungsort: Mexiko, an der Grenze zu den USA. Es treten mexikanische Doñas auf, die Casino-Schuldner hinrichten lassen, US-amerikanische Grenzpolizei, die mit den mexikanischen Kriminellen kooperiert, amour&#246;se Abenteuer, Korruption und Drogenhandel.</p>
<p>Das ist solide, temporeich und schwungvoll, aber nicht ganz holperfrei geschrieben: keine S&#228;tze die in Erinnerung bleiben, genauso wenig wie die Figuren. Aber es ist von einem Mexikaner geschrieben, der durvch Authentizit&#228;t besticht: Gabriel Trujillo Muñoz wurde in Mexicali im Norden Mexikos, geboren, die Stadt, in der auch seine erste Krimi-Episode spielt. Muñozhat eine Professur in Kommunikationswissenschaften an der Universidad Autónoma de Baja California und gilt als Vertreter der »frontera«, dem Grenzgebiet Mexiko und USA. Genau dieser Hintergrund, diese Authentizit&#228;t ist es, durch die das Buch neben dem Unterhaltungswert eines Krimis auch einen authentischen Einblick in das politische und gesellschaftliche Grenzgebiet bietet.</p>
<p class="bestellen"><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3293204171/selbstausbild-21" target="_blank">Korruption, Drogen und Mord an der frontera mexicana</a></p>
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		<title>Hilfskoch, Der (oder wie ich beinahe Schriftsteller wurde) Herbert Rosendorfer. Gesellschaftssatire</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Dec 2007 17:12:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaftskritisch]]></category>
		<category><![CDATA[Hab ich nicht gern gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Romane]]></category>

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		<description><![CDATA[Der fiktive Ich-Erz&#228;hler Stephan Kuggler m&#246;chte Autor werden. Zu diesem Zwecke verfasst er ein sprachlich eloquentes aber inhaltlich verkorkstes Werk nach dem anderen. Der Lektor, der sich dies vorlesen l&#228;sst, ist eine Figur mit ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3423210206/selbstausbild-21" target="_blank"><img src="http://www.lesedetektiv.de/wp-content/uploads/2007/12/der-hilfskoch-oder-wie-ich-beinahe-schriftsteller.jpg" alt="wie ich beinahe Schriftsteller wurde" /></a>Es ist schwierig &#252;ber ein Buch zu schreiben, das mir von Beginn an auf die Nerven ging. Es f&#228;ngt schon so aufgeregt punktlos-kommareich an: »Ich habe Herrn &#8211; beinahe h&#228;tte ich seinen Namen hingeschrieben, aber das darf ich, glaube ich, nicht, ich werde also in dem ganzen Buch keinen und keine mit wahrem Namen nennen (nur mich selbst, das schon, ja &#8211; und vielleicht den einen oder anderen, den ich nicht mag, oder ehrend, wie zum Beispiel Wim) und mu&#223; mir also die M&#252;he, die zus&#228;tzliche M&#252;he machen, die Namen alle zu erfinden, [...]«</p>
<p>Der Satz geht noch eine Weile so weiter und gipfelt schlie&#223;lich in einem Fragezeichen. Okay, ein bisschen Aufgeregtheit und damit verbundene betonte Witzigkeit ist ja in Ordnung &#8211; aber so geht das ganze Buch &#8230;</p>
<p>Der fiktive Ich-Erz&#228;hler Stephan Kuggler m&#246;chte Autor werden. Zu diesem Zwecke verfasst er ein sprachlich eloquentes aber inhaltlich verkorkstes Werk nach dem anderen. Der Lektor, der sich dies vorlesen l&#228;sst, ist eine Figur mit der grauenvollen Angewohnheit, Adverbien und Adjektive mit &#8220;o&#8221; zu beenden (vielleichto, schado, quaso &#8211; sp&#228;ter auch &#8220;jedochus&#8221;). Dieser r&#228;t Stephan Kuggler dazu, einen autobiographischen Roman zu schreiben.</p>
<p>Selbst nicht viel (autobiographisches) zu sagen, lernt der M&#246;chtegern-Autor per Verwechslung einen kauzigen Konsul kennen, der den vermeintlich alten Freund gerne in die Welt der Stars (&#8220;So&#223;eijetie&#8221;) einf&#252;hrt. Nun wird das Buch, trotz unbeirrt atemlos-anstrengendem Erz&#228;hlstil (irgendwann habe ich mich halbwegs daran gew&#246;hnt), doch noch ganz witzig: naiv und unbek&#252;mmert werden Pers&#246;nlichkeiten beschrieben, deren Namen &#8220;er&#8221; ja nicht nennen will, die einem dann aber doch irgendwie bekannt vorkommen &#8211; und sei es als Stereotyp des Starkults.</p>
<p>&#8220;Iw&#228;nts&#8221; werden subtil ironisiert, die Verlagsbranche wird beim Rundumschlag besonders ber&#252;cksichtigt &#8211; nicht nur, indem die Figur des Lektors mit dem nervenden Sprach-Spleen kariert  wird, sondern auch ganz ernsthaft und u.a. wegen der Tatsache, dass hoffnungsvolle Jungautoren nach gegl&#252;cktem Deb&#252;t erst hoch gejubelt werden, um sie dann sehr tief fallen zu lassen.</p>
<p>Dies ist ein Buch, das sich auf einer Lesung am besten bew&#228;hrt, im Augenkontakt mit dem Autor, vorgelesen durch einen verschmitzt grinsenden Mund. Das selbst Lesen hat mir &#8211; aufgrund des Stils und trotz witziger Momente &#8211; keinen gro&#223;en Spa&#223; gemacht.</p>
<p class="bestellen"><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3423210206/selbstausbild-21" target="_blank"> Vom Laien-Schriftsteller zum Hilfskoch</a></p>
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		<title>América &#124; spannend, unangenehm und lehrreich: Das Leben Illegaler in den USA</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Sep 2007 17:48:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaftskritisch]]></category>
		<category><![CDATA[Hab ich gern gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Hörbuch, Hörspiel]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit geschlossenen Lidern und dahinter weit offenen Augen lag ich da und lauschte Boris Aljinovic, der T.C. Boyles Gesellschaftssatire ruhig und zur&#252;ckhaltend liest. Beklemmend und mitrei&#223;end war es mit anzuh&#246;ren, wie der ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B000OIOFIQ/selbstausbild-21" target="_blank"><img src="http://www.lesedetektiv.de/wp-content/uploads/2007/09/america.jpg" alt="america" /></a>Ich h&#246;re am liebsten abends im Bett vor dem Einschlafen ein bisschen H&#246;rbuch. Eine Angewohnheit aus der Kindheit, damals waren es noch H&#246;rspielkassetten. Benjamin Bl&#252;mchens und Biene Majas harmlos-harmonisch dahinpl&#228;tscherndes Tagesgeschehen eignen sich auch wunderbar zum langsamen Wegschlummern.</p>
<p>Dies gilt f&#252;r das H&#246;rbuch »América« allerdings nicht. Mit geschlossenen Lidern und dahinter weit offenen Augen lag ich da und lauschte Boris Aljinovic, der T.C. Boyles Gesellschaftssatire ruhig und zur&#252;ckhaltend liest.</p>
<p>Beklemmend und mitrei&#223;end war es mit anzuh&#246;ren, wie der Mexikaner Cándido mit seiner schwangeren Frau América (die spanische Schreibweise des Kontinents!) illegal und ausgesto&#223;en und ein menschenunw&#252;rdiges Dasein fristend neben der gutb&#252;rgerlichen und vornehmlich wei&#223;en Wohngegend exisitiert. Deren latenter Rassismus wird von Protagonist Delaney verk&#246;rpert, welcher in der ersten Szene mit seiner Motorhaube frontal auf Cándido trifft und den Schwerverletzten mit 20 Dollar abspeist.</p>
<p>W&#228;hrend die einen ums pure &#220;berleben k&#228;mpfen, sieht Delaney seine heile Vorstadt-Welt zusammenbr&#246;ckeln. Mit einem Mal wird eine hohe Mauer um die Siedlung gebaut, die ihm den Weg zu den geliebten Spazierg&#228;ngen abschneidet &#8211; und die nicht einmal dazu taugt, die hungrigen Koyoten abzuhalten. Seine beiden Hunde liegen bereits skelletiert in den Canyons. Grund und zugleich ausf&#252;hrende Kr&#228;fte des Mauerbaus sind die ungeliebten Mexikaner, die als billige, anspruchslose Arbeiter dringend ben&#246;tigt werden und sich somit vermehrt in den Canyons ausbreiten. Delaney ahnt, dass dies Konsequenzen haben wird.</p>
<p>Und tats&#228;chlich brennt es eines Tages. W&#228;hrend Cándido die Gelegenheit nutzt und f&#252;r seine Frau und das blinde Neugeborene (América wurde vergewaltigt w&#228;hrend er arbeitete) ein Wellblech und einen Hundenapf klaut, l&#228;dt Delaney seine Waffe und sucht nach ihm &#8230;</p>
<p>Wer T.C. Boyle als sarkastisch-komischen Autor sch&#228;tzt, wird an diesem Buch nicht viel zu lachen haben. Zu bedr&#252;ckend und traurig schildert er die Verh&#228;ltnisse, zu brutal st&#246;&#223;t er den Leser (oder H&#246;rer) auf Ignoranz und Selbstsucht in unserer Gesellschaft. Aber das alles brilliant formuliert.</p>
<p class="bestellen"><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B000OIOFIQ/selbstausbild-21" target="_blank"> So grausam &#8230; so realit&#228;tsnah? </a></p>
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		<title>s&#252;&#223;e Duft des Todes, Der &#124; bedr&#252;ckend realistisches Gesellschaftsbild eines Dorfes in Mexiko</title>
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		<pubDate>Mon, 21 May 2007 12:50:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaftskritisch]]></category>
		<category><![CDATA[Hörbuch, Hörspiel]]></category>

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		<description><![CDATA[In Loma Grande, einem kleinen Dorf in Mexiko, wird die nackte Leiche eines sch&#246;nen, unbekannten M&#228;dchens gefunden - hinterr&#252;cks erstochen. Der junge Ramón, der als erstes am Tatort ist, kennt das M&#228;dchen fl&#252;chtig und ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B000LXIQZM/selbstausbild-21" target="_blank"><img src="http://www.lesedetektiv.de/wp-content/uploads/2007/05/suesse-duft-des-todes.thumbnail.jpg" alt="Un dulce olor a muerte" /></a>In Loma Grande, einem kleinen Dorf in Mexiko, wird die nackte Leiche eines sch&#246;nen, unbekannten M&#228;dchens gefunden &#8211; hinterr&#252;cks erstochen. Der junge Ramón, der als erstes am Tatort ist, kennt das M&#228;dchen fl&#252;chtig und war heimlich ein bisschen in sie verliebt. Er sch&#252;tzt ihre Bl&#246;&#223;e vor den gaffenden Augen der Dorfbewohner und bald geht das Ger&#252;cht um, Ramón Castanos sei der Liebhaber des M&#228;dchens gewesen. Ramón, einer Wunschvorstellung erlegen, unternimmt nichts gegen dieses Ger&#252;cht.</p>
<p>In die Rolle des Vergelters gedr&#228;ngt f&#252;hlt er sich, inzwischen selbst von seiner eigenen L&#252;ge &#252;berzeugt, dazu verpflichtet, den M&#246;rder zu finden. Doch das Dorf hat sich l&#228;ngst auf den reisenden H&#228;ndler Gitano als T&#228;ter geeinigt &#8211; dass Indizien eindeutig gegen ihn sprechen, wird nicht ber&#252;cksichtigt. Tag f&#252;r Tag verdichtet sich der Wirbel um den Mord, Spuren werden von Ermittlern absichtlich verwischt, Ger&#252;chte gesch&#252;rt, die bequeme L&#252;ge &#252;ber die Wahrheit gestellt, der Vergeltungsmord als Mittel zur R&#252;ckkehr des ruhigen Alltags hingenommen. Und so dr&#228;ngt das Dorf den falschen R&#228;cher zum Mord am falschen Schuldigen &#8230;</p>
<p>Das geschickt konstruierte Gesellschaftsbild des weit abgeschlagenen kleinen Dorfes, wie es &#252;berall auf der Welt liegen k&#246;nnte, stellt sich &#252;ber das Motiv, dem Leser den wahren Schuldigen zu liefern. Mit gelegentlicher schlichter Hintergrundmusik (melancholische Mariachi) und fein eingestreuten Ger&#228;uschen liest Volker Risch ebenso rasch und schn&#246;rkellos wie der Autor und Meister des sarkastischen Gesellschaftsdramas Guillermo Arriaga (Amores Perros) schreibt.</p>
<p class="bestellen"><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B000LXIQZM/selbstausbild-21" target="_blank"> Den s&#252;&#223;en Duft des Todes h&#246;ren &#8211; Un dulce olor a muerte<br />
</a></p>
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