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	<title>lesedetektiv.de &#187; Exotisch, Erotisch</title>
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	<description>Buchkritiken, Rezensionen Literatur: Romane, Wissen, Hörbuch, Kinderbücher, Kurzgeschichten etc.</description>
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		<title>Verhext und zugen&#228;ht &#124; Valerie Frankels Gro&#223;sstadthexe leidet unter beruflichem Ethos, Schulden und Anorgasmie</title>
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		<pubDate>Thu, 31 Jul 2008 18:13:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Exotisch, Erotisch]]></category>
		<category><![CDATA[Hab ich nicht gern gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Romantisch]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe auf dieses Buch Lust gehabt, weil mir das Umschlagsbild suggerierte, das hier eine freche leichte Unterhaltung im urbanen New York drin steckt, die man schl&#228;frig liest, zufrieden weglegt und schnell vergisst. Vergessen werde ich ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3548267831/selbstausbild-21" target="_blank"><img class="alignleft size-full wp-image-200" title="Verhext und zugen&#228;ht | Ullstein" src="http://www.lesedetektiv.de/wp-content/uploads/2008/07/verhext-zugenaeht.jpg" alt="Verhext und zugen&#228;ht | Ullstein" width="81" height="128" /></a>Ich habe auf dieses Buch Lust gehabt, weil mir das Umschlagsbild suggerierte, dass hier eine freche, leichte Unterhaltung mit Handlungsort New York drinsteckt, die man schl&#228;frig liest, zufrieden weglegt und schnell vergisst. Vergessen werde ich das Buch auf jeden Fall, aber zufrieden weggelegt habe ich es nicht.</p>
<p>Es geht um eine Frau Anfang 30: die »Hexe« Emma Hutch wird mit ihren roten Haaren und orangefarbenen Augen als super sexy (aber dann doch nicht so <em>super super</em> sexy wie die blonden Antagonistinnen) beschrieben, die mittels Behr&#252;hrung einzelne Bilder in die Gehirne anderer zu &#252;bertragen vermag und auf dieser Grundlage eine Gesch&#228;ftidee verwirklicht hat: unschuldigen M&#228;nnern die Bilder von Frauen in Reizw&#228;sche einimpfen, Frauen, die f&#252;r diesen Dienst bezahlen und sich so die ungeteilte Zuneigung des Opfers erhoffen.</p>
<p>Das geht so lange gut, bis sich Emma in das Ziel einer ihrer Kundinnen verliebt: der reiche, intelligente, attraktive William. Und das ausgererchnet, als sie nach einer Investition Geld verloren hat, ihre Bank Druck macht und die (berechnende, aber <em>super super</em> sexy blonde) Kundin mehr als &#252;blich zu zahlen bereit ist. Dazu kommt, dass der besagte Mann auch noch mit einer anderen Blondine liiert ist: ein Model, das stereotyp als zickig und dumm charakterisiert wird (und nat&#252;rlich dabei <em>super super</em> sexy ist).</p>
<p>Nat&#252;rlich werden sowohl die berechnende Blonde (die den Mann aus beruflichen Vorteilen verf&#252;hren will) als auch die dumme Blonde das Nachsehen haben und der perfekte William wird sich seiner wahren Liebe, der Hexe Emma Hutch zuwenden &#8211; ganz ohne Hexerei. Das war alles zu erwarten, nun kommt es nur noch darauf an, wie das umgesetzt wird. Leider nicht gut: s&#228;mtliche Figuren sind stereotyp, alles findet sich auf unrealistisch reibungslose Weise zusammen, die ganze Geschichte ist oberfl&#228;chlich und geistlos, der Stil einfach plump. Man hangelt sich im Grunde von einer sexuell inspirierten Szene zur n&#228;chsten, denn darum dreht sich alles: Emma glaubt unter »Anorgasmie« zu leiden. Wer kann sie davon heilen?</p>
<p>Recht vorhersehbar, zumindest was den Ausgang angeht, sind Liebesgeschichten eigentlich immer. Es geht darum, den beschwerlichen Weg von Mr. und Mrs. Right nachzuvollziehen, bis die beiden ins verdiente <em>Happily Ever After</em> entlassen werden. Das f&#252;gt sich bei <em>Verhext und Zugen&#228;ht</em> so zusammen: z&#228;h gedehnt und dabei heillos absehbar, so dass ich die Seiten nur noch ungeduldig &#252;berflogen habe, bis zum H&#246;hepunkt (Emma erh&#228;lt das Geld ihrer Investion zur&#252;ck, bringt die verantwortlichen B&#246;sewichte hinter Gitter und bekommt einen multiplen Orgasmus) und von dort aus direkt in den Epilog. Wo man noch einiges h&#228;tte gut machen k&#246;nnen, stie&#223; ich auf den definitiven Tiefpunkt &#8211; der zugleich ein sehr charakteristischer Moment des Buchs ist:</p>
<p><em>[William ] holte tief Luft und sagte [...]: »Emma kann jetzt Botschaften senden ohne jemanden ber&#252;hren zu m&#252;ssen. [...] Und sie hat sich als hochbegabte Studentin der erotischen K&#252;nste erwiesen.« [... ] »Sie ist wirklich unheimlich talentiert«, fuhr William fort, »ganz besonders bei einer speziellen Technik, Ich nenne sie &#8220;Der gro&#223;e Schluck&#8221;.</em></p>
<p>Na, das ist genau meine Vorstellung von Romantik. Wobei &#8211; um Romantik geht es hier ja gar nicht. Mein Fehler.</p>
<p class="bestellen"><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3548267831/selbstausbild-21" target="_blank"> Unzufrieden weggelegt und schnell vergessen.</a></p>
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		<title>Lied der Rosen, Das &#124; Der Iran im 17. Jahrhundert &#8211; poetisch und ausdrucksvoll wie Tausend und eine Nacht</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Jun 2007 08:42:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Exotisch, Erotisch]]></category>
		<category><![CDATA[Hab ich gern gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Historisch]]></category>

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		<description><![CDATA[In einem persischen Dorf des 17. Jahrhunderts wird ein Komet gesichtet, der Unheil verk&#252;ndet. Vor allem f&#252;r die 14-j&#228;hrige Erz&#228;hlerin, deren Vater bald darauf stirbt - und mit ihm die Chance, eine durch Mitgift finanzierte Ehe ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3550086520/selbstausbild-21" target="_blank"><img src="http://www.lesedetektiv.de/wp-content/uploads/2007/06/liedderrosen.jpg" alt="liedderrosen.jpg" /></a><em>Zuerst war nichts, und dann war Gott. Niemand war vor Gott.</em><br />
In einem persischen Dorf des 17. Jahrhunderts verk&#252;ndet ein Komet nahendes Unheil. Dies gilt vor allem f&#252;r die 14-j&#228;hrige Erz&#228;hlerin, deren Vater bald darauf stirbt &#8211; und mit ihm die Chance, eine durch Mitgift finanzierte Ehe einzugehen. Die Armut treibt sie und ihre Mutter in die Gro&#223;stadt Isfahan, wo sie bei dem Bruder des Vaters, einem renommierten Teppichkn&#252;pfer, und dessen herrischer Frau unterkommen.</p>
<p>Dort fristen Mutter und Tochter ein Dienstbotendasein, obwohl der Onkel die Begabung der Erz&#228;hlerin entdeckt, wundervolle Teppiche zu kn&#252;pfen. Als M&#228;dchen kann er sie nicht offiziell ausbilden, und so wird es allgemein als eintr&#228;glicher angesehen, dass das M&#228;dchen eine bezahlte Ehe auf Zeit eingeht, deren Vertrag nur dann erneuert wird, wenn sie ihren 3-Monats-Gemahl sexuell zufrieden zu stimmen vermag. Neben ihren n&#228;chtlichen Ausfl&#252;gen in die Arme ihres Mannes bildet sie sich unerm&#252;dlich im Teppich kn&#252;pfen aus, so dass sie eines Tages den Mut fasst, sich selbst und ihrer Mutter ein eigenst&#228;ndiges Leben zu finanzieren.</p>
<p>Wieder ein Buch, das sich schon aufgrund seines spannenden Einbands zu kaufen lohnt: golden ineinander flie&#223;ende Arabeske, plastisch hervorgehoben &#8230; und eigentlich wollte ich auch nur kurz reinlesen. Andere B&#252;cher liegen schon viel l&#228;nger auf meinem Nachttisch und wollen gelesen und rezensiert werden, aber dieses Buch hat mich von der ersten Seite an gepackt und erst auf der letzten Seite wieder losgelassen. Und dann auch noch das: W&#228;hrend dem Lesen fiel mir einiges auf was besondere Erw&#228;hnung verdient, und normalerweise h&#228;tte ich das Buch beiseite gelegt und mir dies f&#252;r die Rezension notiert. Kurz: ich habe es nicht fertig gebracht. Und jetzt finde ich die Stellen nicht mehr.</p>
<p>Anita Amirrezvani hat einen wunderbaren Roman geschrieben (in 7-j&#228;hriger Arbeit!), mit blumiger und bilderreicher Sprache und Geschichten wie in Tausend und eine Nacht. Dabei ist mir bis zum Schluss kaum aufgefallen, dass der Name der Erz&#228;hlerin kein einziges Mal f&#228;llt &#8211; ich habe gar nicht erst danach gesucht. Einzige Unstimmigkeit: es w&#228;re passender gewesen, den Romantitel direkt ins Deutsche zu &#252;bersetzen: &#8216;Das Blut der Rosen&#8217;. Denn damit assoziiert die Erz&#228;hlerin die qualvollen Monate des Webens, ehe die wundervollen Teppiche in all ihrer unschuldigen Sch&#246;nheit vom Webstuhl geschnitten werden.</p>
<p class="bestellen"><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3550086520/selbstausbild-21" target="_blank"> Den Orient sehen, riechen, schmecken, sp&#252;ren!</a></p>
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