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	<title>lesedetektiv.de &#187; Kurzgeschichten, Essays</title>
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		<title>Das Dumme am Leben ist, dass man eines Tages tot ist &#124; Intuitiv, ironisch, ehrlich &#8211; und ein bisschen seltsam</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Nov 2009 11:04:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autobiografisch]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten, Essays]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>

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		<description><![CDATA[Was hat man von diesem Buchtitel zu erwarten? Wie wurden die 250 Seiten zwischen den Buchdeckeln gef&#252;llt? »Eine Art Anleitung zum Gl&#252;cklichsein« lautet der Untertitel, geschrieben hat das Buch jemand, der sich durch seine T&#228;tigkeit als Dozent f&#252;r Kreatives Schreiben an der University of Washington qualifiziert. Da kann ich mir etwas vorstellen: ich erwarte eine wohlgeformte ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3406592856/selbstausbild-21" target="_blank"><img class="alignleft size-full wp-image-775" title="Das Dumme am Leben ist, dass man eines Tages tot ist | C.H. Beck" src="http://www.lesedetektiv.de/wp-content/uploads/2009/11/david-shields-das-dumme-am-leben.jpg" alt="Das Dumme am Leben ist, dass man eines Tages tot ist | C.H. Beck" width="127" height="200" /></a> Was hat man von diesem Buchtitel zu erwarten? Wie wurden die 250 Seiten zwischen den Buchdeckeln gef&#252;llt? »Eine Art Anleitung zum Gl&#252;cklichsein« lautet der Untertitel, geschrieben hat das Buch jemand, der sich durch seine T&#228;tigkeit als Dozent f&#252;r Kreatives Schreiben an der University of Washington qualifiziert. Da kann ich mir etwas vorstellen: ich erwarte eine stilistisch wohlgeformte pers&#246;nliche Erz&#228;hlung, ein paar Anekdoten, was Philosophisches.</p>
<p>Das ist es in den Grundz&#252;gen, aber es kommt doch unerwartet: David Shields mixt strenge biologische Fakten mit Eindr&#252;cken des &#246;ffentlichen Lebens und pers&#246;nlichen Anekdoten aus dem Leben mit seiner Familie, seiner Frau, seinem Vater (&#252;ber 90) und der Tochter (in verschiedenen Stadien der Pubert&#228;t). Als Mann Anfang 50 beobachtet und kommentiert er die Generationen zwischen jung und alt. So teilt er auch sein Buch in vier Kapitel als die vier Stationen des menschlichen Alters: <em>S&#228;uglingsalter und Kindheit</em>, <em>Adoleszenz, Erwachsenenalter</em> <em>und mittlere Jahre, Hohes Alter und Tod.</em></p>
<p>Friedliche und einfache Kurzgeschichten sind es nicht. Ein repr&#228;sentatives Kapitel sieht so aus: erst werden biologische Verfallsfakten sachlich in Zahlen gereiht (»Im Alter von drei&#223;ig bis vierzig sind Frauen noch f&#252;nfundachtzig Prozent so fruchtbar, wie sie es mit zwanzig bis vierundzwanzig waren; der Grad mindert sich auf f&#252;nfunddrei&#223;ig Prozent im Alter von vierzig bis f&#252;nfundvierzig und sinkt praktisch auf null Prozent nach dem 50. Lebensjahr«), gefolgt von noch mehr Zahlen, und zwar scheinbar beliebig &#252;ber eine Hochzeitszeremonie von Donald Trump: ich erfahre unter anderem die G&#228;steanzahl, den Namen der Kirche, die Dauer der Zeremonie, dass die Schleppe der Braut vier Meter lang war und von 28 Schneiderinnen gen&#228;ht wurde, dass der Hochzeitskuchen 1,80 Meter hoch war. Dann endet das Kapitel, es ist wie fast alle Kapitel nur zwei bis drei Seiten lang. Es tr&#228;gt den Namen <em>Jungen und M&#228;dchen im Vergleich II</em><em>I</em>. Es ist nicht ganz einfach, sich da einen Reim &#8216;draus zu machen.</p>
<p>Shields greift innerhalb eines Themenkapitels der vier Altersstadien scheinbar planlos in alle intuitiven Richtungen. Einmal geht es nur um Haare: er zitiert Woody Allen (»Das Beste was man tun kann, ist, sich altersgem&#228;&#223; zu verhalten. Wer sechzehn Jahre alt oder j&#252;nger ist, sollte zusehen, dass er keine Glatze bekommt«), dann seinen Vater, der gegen die Glatze Baseballm&#252;tze tr&#228;gt, und nat&#252;rlich erfahre ich zuerst in den biologischen Fakten dass ich &#252;ber haarbildende Zellen verf&#252;ge, dass mein Haar braun ist weil sich reines Melanin gebildet hat, und dass graues Haar durch die Vermengung der urspr&#252;nglichen Haarfarbe mit dem wei&#223; entsteht, das in dem Moment aus dem Kopf zu wachsen beginnt, wenn die Zellen ihre Funktion einstellen.</p>
<blockquote><p>Vor etlichen Jahren erfuhr ich zuf&#228;llig von der Mode, die Glatze mit einem Kinnbart zu kombinieren, und ich muss sagen: Das gef&#228;llt mir. Es dr&#252;ckt eher aus, dass man den Tod anerkennt als dass man ihn negiert.</p></blockquote>
<p>Shields Schreibstil, der in Feuilletons als »schnell und postmodern« bezeichnet wird, irritierte mich am Anfang, als ich nach Sinn und Muster in seinem Text suchte. Seinen Text habe ich schlie&#223;lich einfach schmunzelnd konsumieret. Es ist Shields ganz eigener Blick auf das Leben, und das sei nun mal Fakt: man durchl&#228;uft gewisse stereotype Phasen, man wird alt, und dann stirbt man, zwangsl&#228;ufig. Nicht hadern und Zur&#252;ckliegendem nachtrauern, lautet vielleicht die Botschaft. Eben nicht negieren, dass man eines Tages stirbt, sondern mit diesem Bewusstsein einfach leben, gl&#252;cklich in allen Stadien des Lebens, so wie es der vitale Vater von Shields seit fast 100 Jahren h&#228;lt.</p>
<p class="bestellen"><a rel="nofollow" href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3406592856/selbstausbild-21" target="_blank">The Thing About Life Is That One Day You&#8217;ll Be Dead </a></p>
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		<title>Schlaflos in Seoul &#124; Vera Hohleiters Erfahrungen in S&#252;dkorea: unterhaltsame, pragmatische Kritik</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Sep 2009 18:42:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autobiografisch]]></category>
		<category><![CDATA[Hab ich gern gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten, Essays]]></category>

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		<description><![CDATA[Korea scheint kein besonders freundliches Land f&#252;r pragmatische Ausl&#228;nder mit kurzen Haaren, Leberflecken und vegetarischen Essgewohnheiten zu sein. Was aber, bei all diesen unangenehmen Erfahrungen und Berichten, h&#228;lt ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3423211539/selbstausbild-21" target="_blank"><img class="alignleft size-full wp-image-1318" title="Schlaflos in Seoul | dtv" src="http://www.selbstausbildung.de/wp-content/uploads/2009/09/schlaflos-in-seoul.jpg" alt="Schlaflos in Seoul | dtv" width="83" height="128" /></a> Vera Hohleiter lebt seit drei Jahren in Seoul, S&#252;dkorea. Dort hin gef&#252;hrt hat sie zun&#228;chst ihre Neugierde und Abenteuerlust und schlie&#223;lich die Beziehung zu einem Koreaner. Thematisch, nicht chronologisch berichtete sie in<em> Schlaflos in Seoul</em> von ihren Erfahrungen in der Metrolople, in dem Land, das vibriert zwischen Tradition und Fortschritt, einer stark konservativen Elterngeneration und einer Jugend, die technikbegeistert ist und nach Freiheit strebt.</p>
<p>Jedes Kapitel ist eine erz&#228;hlte Episode, ein rascher Blick ins bunte Treiben. Eigentlich genau das, was der Umschlag verspricht, der Hohleiter leger schlendernd im Seouler Nachtleben zeigt. Sehr ehrlich, sehr kritisch und nat&#252;rlich aus ihren subjektiven Erfahrungen gespeist erz&#228;hlt sie anekdotenhaft von ihrem (Ein)Leben in Seoul. Sie hat dabei jene Aspekte herausgearbeitet, die deutschen Lesern am Kuriosesten erscheinen &#8211; das sind eben nicht unbedingt die Sch&#246;nheit der Landschaft, die Geschichte oder die Kultur.</p>
<p>Schnell wird dabei klar, was man in Korea lieber nicht tun sollte: &#252;ber Hundefleischverzehr diskutieren. Vegetarier sein. Bus fahren. Schwiegerm&#252;ttern begegnen &#8211; wobei der Grat zwischen potenzieller und tats&#228;chlicher Schwiegermutter gering sein kann, wie am Beispiel eines jungen Deutschen erz&#228;hlt wird, der die Familie seiner koreanischen Freundin besuchte und unversehens zwangsverheiratet wurde. Das unverheiratete Zusammenleben der Tochter mit dem Ausl&#228;nder in Berlin galt im traditionalistischen Elternhaus als Entehrung, die nur durch die nachtr&#228;gliche Eheschlie&#223;ung wieder in Ordnung gebracht werden konnte.</p>
<p>Ein individueller Kleidungsstil scheint ebenfalls riskant, denn Individualit&#228;t und Europ&#228;ismus werden wohl gerne s&#252;ffisant als Schimpfwort verwendet. In Korea z&#228;hle Gruppenbewusstsein und Unterw&#252;rfigkeit, weshalb man als koreanischer Angestellter anstandslos Alkohol in rauen Mengen trinkt, oder, so hat sich Hohleiter erz&#228;hlen lassen, gar den in Chilipaste getr&#228;nkten Finger des Chefs abzulutschen hat, wenn dieser das als Bestrafung f&#252;r angemessen h&#228;lt.</p>
<p>Als Ausl&#228;nder sei man in Korea generell nicht gerne gesehen. Wer mit einem sensiblen Selbstbewusstsein ausgestattet ist, sollte besser kein Koreanisch verstehen, denn Hohleiter hat die unangenehme Erfahrung gemacht, dass herzlich und unverhohlen &#252;ber physische Unzul&#228;nglichkeiten gel&#228;stert wird. Von einer koreanischen Freundin erf&#228;hrt sie: <em>»Die koreanischen M&#228;nner sind widerlich, unkultiviert und stockkonservativ. Ich bin jetzt sechsunddrei&#223;ig, ich habe Sommersprossen und einen Doktortitel. Eine unattraktivere Kombination gibt es f&#252;r M&#228;nner gar nicht.«</em> Und:<em> »Ich merke, wie mich Leute in der U-Bahn ansehen mit einer Mischung aus Ekel und Mitleid, wie eine Behinderte.« </em></p>
<p>Korea scheint kein besonders freundliches Land f&#252;r pragmatische Ausl&#228;nder mit kurzen Haaren, Leberflecken und vegetarischen Essgewohnheiten zu sein. Was aber, bei all diesen unangenehmen Erfahrungen und Berichten, h&#228;lt Hohleiter in Korea? Dieselbe Frage hat sie sich selbst auch gestellt. Im vorletzten Kapitel <em>Warum denn Korea?</em> wertet sie die Ergebnisse einer Pro- und Contra-Liste aus. Da ist vor allem der koreanische Lebensgef&#228;hrte &#8211; und dann f&#228;llt ihr erstmal selbst nichts mehr ein. Abgesehen von banalen Kleinigkeiten wie kostenlosem Tafelwasser und Gratisbeilagen zu Modezeitschriften kommen ihr dann die Stichworte »Chancen« (Jobs, die sie durch ihr westliches Aussehen und Fremdsprachenkenntnisse ergreifen kann) und »interessant« in den Sinn.</p>
<p>Tats&#228;chlich wisse sie jedoch h&#228;ufiger Negatives als Positives &#252;ber Korea zu berichten. Man m&#252;sse, wenn man im Ausland lebt und arbeitet, Land und Leute nicht notwendigerweise lieben. Da ist es nicht allzu abwegig herauszulesen, dass sie Land und Leute S&#252;dkoreas nicht besonders sch&#228;tzt. Eine riskante &#196;u&#223;erung, wenn sie beruflich u.a. auf einem <a href="http://www.youtube.com/watch?v=LPuR2pHCW6Y" target="_blank">Fernsehsofa des Senders KBS</a> sitzt und auf der Stra&#223;e erkannt wird.</p>
<p>Dass sie mit ihrem Buch <a href="http://blog.brigitte.de/korea/2009/08/nachrichten-von-lesern-und-nichtlesern.html" target="_blank">nicht gerade auf Gegenliebe in S&#252;dkorea st&#246;&#223;t</a>, wundert Hohleiter eigentlich nicht.  In etwas verbittertem Tonfall schreibt sie selbst an einer Stelle: <em>»Die meisten Koreaner tragen einen selbstgef&#228;lligen Nationalstolz vor sich her und sind absolut davon &#252;berzeugt, dass ihr Land &#252;ber jede Kritik erhaben ist. Die einzigen Makel, die sie bereitwillig zugeben, sind die hohen Mietpreise und die Luftverschmutzung &#8211; vermutlich weil beides messbar und statistisch zu belegen ist.</em>« Und an anderer Stelle: <em>»Dass Korea international nicht bedeutender, erfolgreicher und beliebter ist [...] k&#246;nnte tats&#228;chlich an dem ewig gestrigen nationalistischen Denken liegen, das selbst in den K&#246;pfen der Jungen und der Fortschrittlichen fest verankert ist.«</em></p>
<p>Lohnt sich der Kauf f&#252;r Deutsche, f&#252;r die das Buch schlie&#223;lich geschrieben wurde? Definitiv ja. F&#252;r jeden mit Interesse am Land und gerade auch f&#252;r jene die dort hinreisen wollen, denn sie werden auf sehr ehrliche und unterhaltsame Weise vorbereitet. Und es wird sie am Ende nicht davon abbringen, dieses zweifellos ungemein spannende Land selbst kennen lernen zu wollen.</p>
<p class="bestellen"><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3423211539/selbstausbild-21" target="_blank"> Ein sehr ehrlicher Erfahrungsbericht </a></p>
<p class="gelesen">Auch gelesen hat&#8217;s <a href="http://www.buchinformationen.de/rezension.php?id=3848" target="_blank">Manfred Orlick / buchinformationen.de</a> und meint: »Alles in allem ein sehr unterhaltsames und sympathisches Buch von einer intelligenten und neugierigen Frau« </p>
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		<title>G&#252;nter Grass Lesebuch, Das &#124; Werke und Meinungen orientiert an Grass&#8217; Biographie</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Jul 2009 09:17:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biografisch]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten, Essays]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache und Literatur]]></category>

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		<description><![CDATA[Was ist ein <em>G&#252;nter Grass Lesebuch</em>? Vielleicht ausgesuchte Passagen seiner Werke, um sich einen &#220;berblick zu verschaffen? Das habe ich mir darunter vorgestellt: G&#252;nter Grass' Werke, seine Lyrik, Essays, Prosa und Romane ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3423137606/selbstausbild-21" target="_blank"><img class="alignleft size-full wp-image-605" title="Das G&#252;nter Grass Lesebuch | dtv" src="http://www.lesedetektiv.de/wp-content/uploads/2009/07/guenter-grass-lesebuch.jpg" alt="Das G&#252;nter Grass Lesebuch | dtv" width="80" height="128" /></a>Was ist ein <em>G&#252;nter Grass Lesebuch</em>? Vielleicht ausgesuchte Passagen seiner Werke, um sich einen &#220;berblick zu verschaffen? Das habe ich mir darunter vorgestellt: G&#252;nter Grass&#8217; Werke, seine Lyrik, Essays, Prosa und Romane innerhalb eines Buchs abgesteckt.</p>
<p>Genau das ist eigentlich auch das Anliegen des Buchs: »einen &#220;berblick &#252;ber das gesamte literarische Werk von G&#252;nter Grass« zu geben, mit »Proben seiner Lyrik, wichtige Essays, einige von seinen bedeutendsten Reden, Kurzprosa und [...] Ausz&#252;ge aus den gro&#223;en Romanen«. In chronologischer Reihenfolge ist die Zusammenstellung orientiert an Grass&#8217; Biographie.</p>
<p>Zusammengestellt von Helmut Frielinghaus sind Gedichte und Ausschnitte aus Romanen wie <em>Mein Jahrhundert</em>, seiner Autobiographie <em>Beim H&#228;uten der Zwiebel</em> oder der Novelle <em>Im Krebsgang</em> enthalten. Daneben sind Reden, Briefe, Zeitungsartikel und Radiobeitr&#228;ge untergebracht: Im WDR &#228;u&#223;ert er sich 1972 r&#252;ckblickend &#252;ber sein Hauptwerk <em>Die Blechtrommel</em>, in Seoul 2002 spricht Grass &#252;ber die deutsche und die koreanische Wiedervereinigung, zum siebzigsten Geburtstag Willy Brandts schreibt er einen Brief.<br />
Das Buch endet mit seiner Rede anl&#228;sslich der Verleihung des Literaturnobelpreises 1999.</p>
<p>Um einen kompakten &#220;berblick &#252;ber G&#252;nter Grass&#8217; Leben und Werk zu erhalten ist das Lesebuch gut geeignet. Sein Hauptwerk <em><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3423118210/selbstausbild-21" target="_blank">Die Blechtrommel</a> </em>hat nat&#252;rlich ebenfalls ein Platz auf der Leseliste verdient.</p>
<p class="bestellen"><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3423137606/selbstausbild-21" target="_blank"> Sammlung der Werke und Meinungen von G&#252;nter Grass </a></p>
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		<title>Dear Germany: Eine Amerikanerin in Deutschland &#124; FKK, Lederhosen, Karneval &#8211; und immer wieder Honey</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Jul 2008 12:13:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autobiografisch]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten, Essays]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe dieses Buch aus dem einzigen Grund bestellt, dass ich ein Interesse darin habe, wie Menschen aus anderen L&#228;ndern oder Kontinenten ihr Leben in Deutschland bew&#228;ltigen, welche Kuriosit&#228;ten sie dabei entdecken, oder welche ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3785723237/selbstausbild-21" target="_blank"><img class="alignleft size-full wp-image-196" title="Dear Germany | L&#252;bbe" src="http://www.lesedetektiv.de/wp-content/uploads/2008/07/dear-germany.jpg" alt="Dear Germany | L&#252;bbe" width="77" height="128" /></a>Ich habe dieses Buch aus einem einzigen Grund bestellt: das Interesse, wie Menschen aus anderen L&#228;ndern oder Kontinenten ihr Leben in Deutschland bew&#228;ltigen, welche Kuriosit&#228;ten sie dabei entdecken, oder in welche Fettn&#228;pfchen sie treten. Einen gelungenen Erlebnisbericht dieser Art habe ich bereits von einem anderen Amerikaner gelesen: <a href="http://www.lesedetektiv.de/?p=88" target="_self"><em>Der die was</em></a> von David Bergmann, ein lustiges Buch von einem sympathischen Autor. Was bei ihm der »Amerikaner im Sprachlabyrinth«, ist hier »Eine Amerikanerin in Deutschland«. Aber nicht irgendeine Amerikanerin, wie ich bei einem n&#228;heren Blick auf den Namen der Autorin feststellte. Carol Kloeppel. Kloeppel? Moment mal, da gab&#8217;s doch einen &#8230; richtig, <em>Peter</em> Kloeppel. Im Wikipedia-Eintrag des RTL-Chefredakteurs steht: <em>»Kloeppel ist seit 1993 mit einer Amerikanerin verheiratet und hat eine Tochter.«</em> Das Buch dieser Amerikanerin habe ich also gelesen.</p>
<p>Carol Kloeppel empfahl sich einst Peter Kloeppel als Producerin und reiste ihm schlie&#223;lich nach Deutschland hinterher. Hier empfand sie alles als sehr klein und streng geregelt, kam mit der Sprache nicht zurecht und litt unter der Angst, dass Peter (alias »Honey«) sie aus seiner Wohnung werfen w&#252;rde (<em>»Wieder einmal hatte ich seine geliebte Heimat beleidigt, und trotzdem jagte er mich nicht fort &#8230;«</em>). Irgendwie (diese Passage wird nicht erz&#228;ht) heirateten die beiden dann doch und bekommen eine Tochter. W&#228;hrend zu Beginn die Strapazen der Fremdsprache im Vordergrund stehen, ist es seit der Geburt der Tochter das Alltagsleben zwischen fahrbahren Rasenm&#228;hern und M&#252;llabholkalendern. So erfahren wir Leser auch von Carol Kloeppels Abneigungen, u.a. gegen Autobahnraser, nackte Menschen, &#246;ffentlichen Verkehr und F&#252;hrerscheinpr&#252;fer in Lederhosen. Herzerrei&#223;end und bezeichnend f&#252;r ihre schlechten Erfahrungen ist die Passage in der Bahn:<br />
Kontrolleurin: <em>»Ihren F&#252;hrerschein, bitte.«</em><br />
Carol Kloeppel: <em>»Sorry, ick sprecke nikt gut Deutsch.«</em><br />
Kontrolleurin: <em>»Ihren F&#252;hrerschein.«</em><br />
Carol Kloeppel:<em> »Sorry, mein Deutsch ist nikt sehr gut. Do you speak English?«</em><br />
Kontrolleurin: <em>»Sprechen Sie gef&#228;lligst Deutsch!«</em></p>
<p>Carol Kloeppel schreibt <em>»mal humorvoll, mal ernst aber immer sehr herzlich«</em>, verspricht der Umschlagstext. Die Herzlichkeit und die Ernsthaftigkeit m&#246;chte ich ihr nicht absprechen, aber die humorvollen Passagen sind rar ges&#228;t. Der Humor soll aus der Erkenntnis entstehen, dass in Deutschland vieles seltsam ist: z.B. die Angewohnheit mit der Jahreszeit auch die Reifen zu wechseln, dass Medikamente nicht frei zug&#228;nglich sind, dass Verk&#228;ufer zu unrecht gestresst sind, dass &#252;berall Menschen nackt herumlaufen (<em>»Meiner Meinung nach gibt es Anblicke, die sollte man empfindlicheren Gem&#252;tern ersparen«</em>), usw. Das am&#252;siert vielleicht einen Amerikaner, f&#252;r einen Deutschen ist es Realit&#228;t und selbst mit den Augen einer Amerikanerin betrachtet nichts Besonderes. Dass ein Deutscher Papst geworden ist, l&#246;st hingegen einen <em>»wahren Freundentaumel«</em> bei Carol Kloeppel aus: <em>»Das war besser als der Super-Bowl!«</em>. Wirklich l&#228;cheln musste ich nur an wenigen Stellen, z.B. als sie in den Verkehrsnachrichten von Gegenst&#228;nden auf der Fahrbahn erf&#228;hrt, und sich denkt: <em>»Was konnte das nun wieder sein? Ich kannte Gl&#252;hwein-, Reibekuchen- und Bratwurstst&#228;nde«</em>.</p>
<p>Immer wieder dazwischen ein <em>»Honey, was ist ein k&#246;lsche M&#228;del?«</em> &#8211; <em>»Honey, ich m&#246;chte Allwetterreifen haben!«</em> &#8211; <em>»Honey, hast du das kleine Schild gelesen?«</em>. Mag ja sein, dass »Honey« authentischer ist, aber h&#228;tte sie nicht einfach »Peter« schreiben k&#246;nnen? Das ewige »Honey &#8230;?«, wahlweise auch mal »Sweety &#8230;?«, nervt. &#220;ber Ihre Erfahrungen in Deutschland m&#246;chte ich lesen, nicht &#252;ber Honey und seine Farbenblindheit, Honeys schlechten Einrichtungsgeschmack oder Honeys Ernennung zum »Chefschlepper« im heimischen Garten. Das Buch ist also nicht in erster Linie eine humorvolle Betrachtung der deutschen Eigenheiten (was ich erwartete), sondern eine Art Autobiografie in Kurzgeschichten. Peter »Honey« Kloeppels Ehefrau Carol pr&#228;sentiert sich im Umschlag mit braver F&#246;hnfrisur und Rollkragenpulli bis unters Kinn &#8211; und entspricht damit voll und ganz dem Bild, das sie selbst in ihrem Buch zeichnet: brav, pr&#252;de, konservativ.</p>
<p>Dass Carol Kloeppel nach all den Jahren Amerikanerin geblieben ist, wird nicht nur aus ihren vielen negativen Erfahrungsberichten deutlich, sie spricht es auch ganz offen aus: <em>»J&#252;rgen Klinsmann und seine [...] Mannschaft brachten sogar mich als Amerikanerin dazu, einen Deutschlandschal hochzuhalten«</em>. Gelungen ist, dass sehr deutlich wird, mit welchen Schwierigkeiten eine Frau aus dem »pr&#252;den Minnesota« (mitsamt der &#252;berdimensionierten Stra&#223;en, Autos und Superm&#228;rkten) im engen Deutschland (inklusive FKK-Badestr&#228;nden) zu k&#228;mpfen hat. Der einfache Schreibstil l&#228;sst sich &#228;hnlich wie Kerkelings Pilgerbericht sehr leicht lesen, die Erlebnisse sind in thematische Kapitel mit 10 bis 20 Seiten Umfang geteilt (Recycling, Kindererziehung, Rauchen, Karneva, etc.). Das Buch eignet sich gegen Langeweile in ablenkungsstarker Umgebung, am Hotelpool zum Beispiel. Oder im &#246;ffentlichen Verkehr. Und wer vorher wei&#223;, was er bekommt (einen Einblick in Familie Kloeppels Alltag), der wird mit dem Ergebnis auch zufrieden sein.</p>
<p class="bestellen"><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3785723237/selbstausbild-21" target="_blank">Mehr Autobiografie als lustiger Erfahrungsbericht</a></p>
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		<title>Britannica &amp; ich &#124; A.J. Jacobs&#8217; Anekdoten &#252;ber Familie, Beruf und enzyklop&#228;dische Kuriosit&#228;ten</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Mar 2008 16:19:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten, Essays]]></category>
		<category><![CDATA[Romane]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass es sich bei den Vergoldungen um eine Anspielung auf den »goldgepr&#228;gten R&#252;cken« der Encyclopædia Britannica handeln soll, liegt nahe. Dieses Detail scheint es dem Autor und zugleich Selbstprobanden besonders angetan zu haben  ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Britannica &amp; ich | List" href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3548607756/selbstausbild-21" target="_blank"><img src="http://www.lesedetektiv.de/wp-content/uploads/2008/03/britannica-ich.jpg" alt="Britannica und ich" /></a>Ich gebe es zu: wieder einmal war es der Umschlag, der mich auf dieses Buch aufmerksam gemacht hat. Es ist aber auch sch&#246;n: das matte Schwarz und der goldene Rand, der im Licht gl&#228;nzt (man kann sich sogar darin spiegeln, wenn man den Streifen nah genug ans Auge h&#228;lt). Dass es sich bei den Vergoldungen um eine Anspielung auf den »goldgepr&#228;gten R&#252;cken« der Encyclopædia Britannica handeln soll, liegt nahe. A.J. Jacobs kam  auf die herzlich unbedarfte Idee, die Gesamtausgabe der <em>Encyclopedia Britannica</em> zu lesen um der kl&#252;gste Mensch der Welt zu werden. In diesem Buch hat er seine Erfahrungen in Anlehnung an Artikel der Enzyklop&#228;die niedergeschrieben.</p>
<p>»In Anlehung« muss man sehr w&#246;rtlich nehmen. Das Brigitte-Zitat auf dem Buchr&#252;cken meint: »Alles wirklich Wissenswerte haben wir durch A.J. Jabobs&#8217; heroischen Selbstversuch gelernt. Und uns dabei noch k&#246;stlich am&#252;siert.«. Am&#252;siert habe ich mich tats&#228;chlich.  Aber erst, nachdem ich meine eigentliche Erwartung an das Buch &#252;ber den Haufen geworfen hatte. Erwartet hatte ich &#8211; naiv und un&#252;berlegt &#8211; dass ein knapp 400 Seiten umfassendes Taschenbuch tats&#228;chlich »alles wirklich Wissenswerte« der Enzyklop&#228;die zusammenzufassen vermagt. Dem ist aber gar nicht so. Die Regeln f&#252;rs Lesen dieses Buchs lauten: 1. nicht erwarten, vom mutma&#223;lich imensen Wissensschatz des Autors etwas abzubekommen, und 2. krude Gedankeng&#228;nge des Autors mit Humor zu nehmen.</p>
<p>Als Beispiel nehme ich den Artikel zum Thema »Hunde«: hier informiert Jacobs knapp &#252;ber das dritte Augenlid der Tiere, um dann auf den folgenden zweieinhalb Seiten zun&#228;chst zum eigenen »blutunterlaufenen«, aber mittlerweile verheiltem Auge dank »Julies M&#246;hrenkur« abzudriften. Das f&#252;hrt zu der Erw&#228;hnung, dass des Autors Mutter diesem eine spezielle Leselampe anschaffte, was Jacobs widerum dazu veranlasst, Empfehlungen f&#252;r das Lesen der in jeder Hinsicht schweren Lekt&#252;re anzubieten (korrekte Haltung, bequeme Kleidung, reichlich Fl&#252;ssigkeit). Im selben Schwung folgt eine Aufz&#228;hlung jener Orte, an denen Jacobs bereits gelesen hat (Auto, Klo, New Yorker U-Bahn etc.). Nach einigen weiteren Zeilen &#252;ber das eigene Erinnerungsverm&#246;gen (die gelesene Information will ja behalten werden) teilt er dem Leser beil&#228;ufig mit, dass ein Pr&#228;kambrium 3,8 Millionen Jahre umfasst.</p>
<p>Dieses Beispiel eines Artikels l&#228;sst sich leicht auf alle Artikel &#252;bertragen: Bei den »Azteken« erfahren wir von den »Schweinigeleien« im Liebesleben Aristoteles, Mick Jaggers Geburtsjahr steht irgendwie im Zusammenhang mit den »Acoemeti«, M&#246;nchen des 5. Jahrhunderts, das Stichwort »Pr&#228;zendenz« veranlasst ihn schlie&#223;lich dazu, die Chefredaktion der Britannica anzurufen.<br />
<em> Britannica &amp; ich</em> ist keine Auflistung seltsamer Begriffe und deren Erkl&#228;rung. Vielmehr schweift Jacobs vergn&#252;glich assoziativ in subjektive Gedanken und Anekdoten aus seinem Alltag ab, die vornehmlich zur Zeit der Enzyklop&#228;die-Lekt&#252;re stattfinden. Kurz: Jacobs fasst zusammen, was niemand »wissen muss«: viel privaten Alltag (Kinderw&#252;nsche, dekadente Feste in Manhattan, Spleens des Vaters) und ein bisschen abstraktes Britannica-Wissen.</p>
<p>Doch Jacobs famili&#228;re Seitenhiebe sind oft komisch. Und sie sind glaubw&#252;rdig, da er keine Namen abzu&#228;ndern scheint &#8211; Erfahrungen mit seinem Arbeitgeber <em>Esquire</em> werden ebenso unverbl&#252;mt verarbeitet wie Pl&#228;nkeleien mit Ehefrau Julie. Stets darin verwoben ein paar erlernte Kuriosit&#228;ten, die er &#8211; in der Hoffnung auf Anerkennung und Aufmerksamkeit &#8211; zu jeder Gelegenheit im Familien- und Freundeskreis einstreut und dabei (zu seinem beteuertem Leid und des Lesers Freude) auf wenig Gegenliebe st&#246;&#223;t.</p>
<p>Irgendwann (65000 Eintr&#228;ge und 44 Millionen W&#246;rter sp&#228;ter) ist der Selbstversuch zu Ende: <em>»Keine Beifallsst&#252;rme, kein Siegertreppchen und kein Lorbeerkranz. Nur ein seltsames Gef&#252;hl der Leere</em>«. Julie jedenfalls freut sich. Und ich freue mich auch, denn ich habe soeben ein Buch beendet, bei dem ich zwar nichts nichts gelernt habe, das mir daf&#252;r aber viel (profane) Freude bereitet hat.</p>
<p class="bestellen"><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3548607756/selbstausbild-21" target="_blank">Wenig lernen, viel lachen</a></p>
<p class="gelesen">Auch gelesen hat&#8217;s <a href="http://www.heideschwaetzer.de/britannica-ich/">Pietro Tomasino / heideschwaetzer.de</a> und sagt: »Ich habe viel lachen m&#252;ssen« </p>
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		</item>
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		<title>Erfindung der Deutschen, Die &#124; Klaus Wiegrefe und Dietmar Pieper &#252;ber die deutsche Geschichte und Identit&#228;t</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Feb 2008 12:06:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten, Essays]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>

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		<description><![CDATA[Knapp 30 Historiker und Redakteure haben Artikel zu verschiedenen Kapiteln der deutschen Geschichte und Identit&#228;t verfasst, die sich nicht etwa schwerf&#228;llig an den chronologischen Eckdaten der deutschen Geschichte entlanghangeln ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3421043183/selbstausbild-21" target="_blank"><img src="http://www.selbstausbildung.de/wp-content/uploads/2008/02/erfindung-der-deutschen.jpg" alt="Erfindung der Deutschen" /></a>Es ist eine Bildungsl&#252;cke: wie entstand die deutsche Nation? Den mangelnden deutschen Patriotismus mal beiseite gelassen &#8211; ich konnte diese Frage jedenfalls bislang nicht beantworten. Mein deutsches Verst&#228;ndnis umfasst haupts&#228;chlich unser (gr&#246;&#223;tenteils) tragisches letztes Jahrhundert, das im Geschichstunterricht der gesamten Schulzeit immer wieder exerziert wurde: 1900 mitsamt dem ersten Weltkrieg, der Weimarer Republik, dem Nationalsozialismus, der Trennung Deutschlands, bis zur Wiedervereinigung.</p>
<p>Was aber was war zuvor? Wir wurden wir, was wir sind &#8211; eine Nation mit einer einheitlichen Sprache?<br />
Die Antwort auf diese Frage k&#252;ndigen die Herausgeber Klaus Wiegrefe (Historiker, zust&#228;ndig f&#252;r Zeitgeschichte beim SPIEGEL) und Dietmar Pieper (Literaturwissenschaftler, Leiter des Ressorts Deutsche Politik beim SPIEGEL) im Untertitel bereits an.</p>
<p>Knapp 30 Historiker und Redakteure haben Artikel zu verschiedenen Kapiteln der deutschen Geschichte und Identit&#228;t verfasst, die sich nicht etwa schwerf&#228;llig an den chronologischen Eckdaten der deutschen Geschichte entlanghangeln, sondern sich einfallsreiche Details herausgreifen und so das Wesen der Deutschen als Volk gekonnt umrei&#223;en. Dietmar Pieper etwa schreibt dar&#252;ber, warum es f&#252;r Deutschland so viele verschiedene Namen gibt; Georg B&#246;nisch setzt sich mit der Frage auseinander, ob es die Germanen &#252;berhaupt gab. Ulrike Kn&#246;fel fragt sich: »Gibt es eine deutsche Malerei?« und Heinrich August Winkler erl&#228;utert, dass schon im Kaiserreich die Grundlagen f&#252;r die »nationalsozialistische Katastrophe« zu finden sind.</p>
<p><em>Die Erfindung der Deutschen</em>, zuvor schon als Spiegel-Spezial-Heft erschienen, ist popul&#228;rwissenschaftlich. Massentauglichkeit ist nichts Abwertendes oder Unseri&#246;ses &#8211; zumal das Buch niveauvoll geschrieben ist. Es ist offensichtlich, dass hier vornehmlich versierte Redakteure die Feder in der Hand hielten: die Essays sind spritzig, anschaulich und f&#252;r gebildete, geschichtsfremde Menschen leicht verst&#228;ndlich.</p>
<p>Einen genauen Blick ist der <a href="http://www.lesedetektiv.de/wp-content/uploads/2008/04/erfindung-deutschen-big.jpg" title="Umschlag" onclick="return enlarge('http://www.lesedetektiv.de/wp-content/plugins/zap_imgpop/','http://www.lesedetektiv.de/wp-content/uploads/2008/04/erfindung-deutschen-big.jpg','Umschlag',event,300,75)">Umschlag</a> wert: hier tanzen deutsche Pers&#246;nlichkeiten lustig in Breughels &#8220;Tanz um den Maibaum&#8221;; statt Maibaum weht die deutsche Flagge. Na, wen erkennt Ihr? Ganz links dr&#252;cken sich, Hand in Hand, die Dichterfreunde Goethe und Schiller aneinander, rechts tanzt Adolf Hitler aus der Reihe. Dazwischen tummeln sich u.a. Konrad Adenauer, Martin Luther und Ludwig von Beethoven; Angela Merkel bettet Otto von Bismarck auf ihrem Scho&#223;. Alle habe ich nicht erkannt &#8211; nach diesem Buch sind aber auch &#8220;&#228;ltere&#8221; Deutsche wie die grimmige blonde Dame keine Fremden mehr.</p>
<p class="bestellen"><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3421043183/selbstausbild-21" target="_blank"> Deutsche Geschichte und Identit&#228;t &#8211; sehr lesenswert!</a></p>
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		<title>Verf&#252;hrung zum H&#246;ren &#124; Prominente lesen Dean Koontz, Roald Dahl, Kurt Tucholsky oder Hans Christian Andersen</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Sep 2007 19:17:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hörbuch, Hörspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten, Essays]]></category>

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		<description><![CDATA[Das H&#246;rbuch tr&#228;gt den Untertitel »Prominente lesen ihre Lieblingsgeschichte«. Unter den Prominenten sind Ursula von der Leyen, Marcel Reich-Ranicki und Gaby Bauer. Die insgesamt 13 bekannten Namen lesen auf zwei CDs ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3867171068/selbstausbild-21" target="_blank"><img src="http://www.lesedetektiv.de/wp-content/uploads/2007/09/verfuehrung-hoeren.thumbnail.jpg" title="Verf&#252;hrung zum H&#246;ren" alt="Verf&#252;hrung zum H&#246;ren" /></a>Was ist denn das jetzt: eine Verf&#252;gung zum H&#246;ren, also f&#252;r das Ohr? Eine Art Werbekampagne f&#252;r »mehr H&#246;rb&#252;cher h&#246;ren«? Oder sind die Geschichten selbst verf&#252;hrerisch? Und wenn das so ist: in welchem Sinne, etwa erotisch? um solche Fragen zu kl&#228;ren, h&#246;rt man am besten einfach mal rein.</p>
<p>So l&#228;sst sich schon bald meine letzte Frage beantworten: Nein, erotisch sind die Geschichten nicht. Das H&#246;rbuch tr&#228;gt den Untertitel »Prominente lesen ihre Lieblingsgeschichte«. Unter den Prominenten sind Ursula von der Leyen, Marcel Reich-Ranicki und Gaby Bauer. Die insgesamt 13 bekannten Namen lesen auf zwei CDs Geschichten von Roald Dahl, Kurt Tucholsky oder Hans Christian Andersen.</p>
<p>In h&#252;bscher Verpackung, einem Booklet mit einer ansprechenden Mischung aus Pralinenschachtel und Altbautapete ist dies ein sch&#246;ner, kurzer und g&#252;nstiger Ausflug in die Geschichten exzellenter Erz&#228;hler. Ein Teil des Erl&#246;ses geht an die »Stiftung Zuh&#246;ren«, des H&#246;rbuch wurde zumn f&#252;nfj&#228;hrigem Bestehen der Stiftung produziert &#8211; womit auch die Frage des Titels gekl&#228;rt w&#228;re.</p>
<p>Wunderbar f&#252;r »Anf&#228;nger«, die H&#246;rb&#252;chern noch skeptisch begegnen. Den Medien- und Politikprofis zuzuh&#246;ren, die auf so sympathische Weise h&#246;rbar keine H&#246;rbuchprofis sind, erfreut sp&#228;testens beim Erklang von Marcel Reich-Ranickis gebrochenen-qu&#228;kiger Stimme.</p>
<p class="bestellen"><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3867171068/selbstausbild-21" target="_blank"> Verf&#252;hrerisches H&#246;ren &#8211; H&#246;rbuch f&#252;r Anf&#228;nger </a></p>
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		</item>
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		<title>Der die was &#124; Schwere deutsche Sprache &#8230; ein Amerikaner im Sprachlabyrinth</title>
		<link>http://www.lesedetektiv.de/der-die-was-deutsche-sprache-ein-amerikaner-im-sprachlabyrinth/</link>
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		<pubDate>Fri, 31 Aug 2007 18:29:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hab ich gern gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten, Essays]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache und Literatur]]></category>

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		<description><![CDATA[Eines gleich vorweg: ich habe mich unheimlich am&#252;siert und laufend wiedererkannt. Bergmann wurde in den USA geboren. Mit dieser Grundlage erz&#228;hlt er, wie er &#252;berhaupt dazu gekommen ist, diese exotisch Sprache zu lernen. ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3499622505/selbstausbild-21" target="_blank"><img src="http://www.selbstausbildung.de/wp-content/uploads/2007/08/der-die-was.jpg" alt="Der die was" /></a>Deutsche Sprache, schwere Sprache. F&#252;r mich ist das nicht nur ein hohler Aphorismus &#8211; ich habe zwei Jahre lang miterlebt, wie jemand von 0 auf 100 die deutsche Sprache lernt. Habe entsetzt festgestellt, wie unglaublich schwer diese Sprache ist: allein die drei Artikel, die meist ohne ein nachvollziehbares System zu ihren Substantiven geh&#246;ren.</p>
<p>Oder Dutzende unterschiedliche Vorsilben zum selben Verb, die allesamt eine unterschiedliche Bedeutung haben: umgehen, vergehen, angehen. Ach, ich k&#246;nnte noch viele Beispiele nennen. Statt dessen lese ich aber lieber, was der Amerikaner David Bergmann f&#252;r Erfahrungen gemacht hat.</p>
<p>Bergmann wurde in den USA geboren. Mit dieser Grundlage erz&#228;hlt er, wie er &#252;berhaupt dazu gekommen ist, diese exotische Sprache zu lernen.<br />
Sein Nachname l&#228;sst schon erkennen, dass er deutsche Vorfahren hat &#8211; bereits seine fr&#252;he Biografie ist voll von zahlreichen positiven und weniger positiven deutschen Erlebnissen, die ihn jedoch immer sicherer werden lassen, »dass es irre w&#228;re, Deutsch zu k&#246;nnen.« Neben h&#252;bschen deutschen Austauschsch&#252;lerinnen, ebenso deutschen wie herzlosen (und damit coolen) Hollywood-Killern und der Rockgruppe The Scorpions hatte auch die Affinit&#228;t zu unseren »niedlichen« Umlauten ihren Anteil daran, dass Bergmann die Sprache ernsthaft gelernt hat und ich heute dieses Buch in der Hand halte.</p>
<p>Herrlich, wie er als (ehemaliger &#8211; lebenslanger?) Deutschlernender die Sprache betrachtet, sich an seltsamen Redewendungen erg&#246;tzt, in seinen Anekdoten kein sprachliches Fettn&#228;pfchen ausl&#228;sst und stets die r&#252;cksichtslose aber liebenswerte Kompliziertheit der deutschen Sprache umschmeichelt. Dies macht er nicht in strenger Listen- und Stichwortform, sondern innerhalb einer fr&#246;hlich erz&#228;hlten Autobiografie. Das einzige was mir an diesem Buch nicht gef&#228;llt, ist die Umschlaggestaltung. Was ist das? Ein zerkratztes Stra&#223;enbahnfenster? Es wird dem frechen Stil von <em>Der die was</em> absolut nicht gerecht.</p>
<p class="bestellen"><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3499622505/selbstausbild-21" target="_blank"> Damit man mal sieht, wie schwer das ist. </a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Ach, w&#228;r ich nur zu Hause geblieben &#124; Nicht nur f&#252;r Urlauber: Witzige Geschichten rund ums Verreisen</title>
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		<pubDate>Fri, 31 Aug 2007 14:39:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Humorvoll]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten, Essays]]></category>
		<category><![CDATA[Reise, Abenteuer]]></category>

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		<description><![CDATA[F&#252;r mich wurde dieses Buch ja eigentlich gar nicht geschrieben. Denn ich bin dieses Jahr zuhause geblieben. Naja, ein paar Tage war ich schonmal weg - in Bayern. Aber so romantisch-verloren wie die Frau im Bl&#252;mchenkleid auf dem ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3404157117/selbstausbild-21" target="_blank"><img src="http://www.lesedetektiv.de/wp-content/uploads/2007/08/ach-waer-ich-nur-zu-hause-geblieben.jpg" alt="Ach, w&#228;r ich nur zu Hause geblieben" /></a>F&#252;r mich wurde dieses Buch ja eigentlich gar nicht geschrieben. Denn ich bin dieses Jahr zuhause geblieben und darf mich somit nicht beschweren, eben dieses nicht getan zu haben. Naja, ein paar Tage war ich schonmal weg &#8211; in Bayern. Aber so romantisch-verloren wie die Frau im Bl&#252;mchenkleid auf dem Buchumschlag im Sand herumsteht, so hat man mich dieses Jahr nicht gesehen. Auch kam ich nicht in Kontakt mit irgendwelcher fremdl&#228;ndischer Fauna (gibt es fremdl&#228;ndische Fauna in Bayern?) oder unbekannten Italienisch-Vokabeln, wie die Ich-ERz&#228;hlerin dieses (Anti-)Urlaubsbuchs.</p>
<p>Diese f&#252;rchtet sie sich vor allem M&#246;glichen. Flugangst, nat&#252;rlich. Aber auch Angst vor nackten, alten M&#228;nnerb&#228;uchen. Und sie kann ihre s&#228;mtlichen &#196;ngste auch noch mit der Phobie-Nachsilbe mal korrekt, mal phantasievoll benennen. So gehen wir mit ihr auf zahlreiche Kurzurlaube (manchmal nur 3 Seiten lang) mit dem Weiber-Freundeskreis und Ex-Freunden, odersitzen mit in der elterlichen Autokolonne, samt Schwestern und obligatorischen Pipi-Pausen. Oder treffen die Onkel- und Tantenschaft bei Familientreffen. Pr&#252;geln uns Ferienheim und schlafen im Sechsbettzimmer.</p>
<p>Kerstin Gier hatte ganz ohne Zweifel viel Spa&#223; beim Zusammentragen ihrer Urlaubsanekdoten. Nicht jede ihrer Geschichten steuert unmittelbar auf ein urkomisches Finale hin, aber sie versteht es ganz wunderbar, durch kurze Dialoge Situationen auf den Punkt zu treffen. Dieses Buch lohnt sich auch f&#252;r Heimgekehrte und Daheimgebliebene, zumal die Hauptsaison nun fast vorbei ist.</p>
<p>Wenn man daheim nun liest, wie im Versteck lauernde Skorpione die Nachtruhe zerst&#246;ren, man rund um den Globus unvermittelt ungeliebten Menschen begegnet oder gar Montezumas Rache unbarmherzig um sich greift, dann erinnert man sich dank dieser Lekt&#252;re nur zu gerne daran, warum das so ganz gut ist.</p>
<p class="bestellen"><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3404157117/selbstausbild-21" target="_blank"> &#8230; wenn ich nach Hause komme, brauche ich erstmal Urlaub </a></p>
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		<title>erste Buch, Das &#124; Anekdoten der Autoren: Schriftsteller &#252;ber ihr literarisches Deb&#252;t</title>
		<link>http://www.lesedetektiv.de/erste-buch-das-schriftsteller-ueber-ihr-literarisches-debuet/</link>
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		<pubDate>Tue, 29 May 2007 13:38:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten, Essays]]></category>
		<category><![CDATA[Selbst schreiben]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Erstling eines Berufsautors - die Zusage vom Verlag, das Schriftst&#252;ck gebunden in den H&#228;nden halten - ein unvergesslicher Augenblick, wie die 92 Autoren, die &#252;ber ihr Deb&#252;t schreiben, nicht m&#252;de werden zu erw&#228;hnen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3518458647/selbstausbild-21" target="_blank"><img src="http://www.lesedetektiv.de/wp-content/uploads/2007/05/das-erste-buch.thumbnail.jpg" alt="das-erste-buch.jpg" /></a>Der Erstling eines Berufsautors &#8211; die Zusage vom Verlag, das Schriftst&#252;ck gebunden in den H&#228;nden halten &#8211; ein unvergesslicher Augenblick, wie die 92 Autoren, die &#252;ber ihr Deb&#252;t schreiben, nicht m&#252;de werden zu erw&#228;hnen.</p>
<p>Aber da gibt&#8217;s auch Schattenseiten. Wenn der Erstling sich nicht gut verkauft. Oder erst nach vielen fruchtlosen Versuchen und eher lustlos angenommen wird. Oder aber wenn einen pl&#246;tzlich jeder Dahergelaufene anbiedernd anspricht, und das selbst ohne Inhalt oder Titel des Buches zu kennen.</p>
<p>Die Autoren bemerken auch, wie sie und ihre Schreibe sich &#252;ber die Jahre (ausgew&#228;hlt wurden nur Deb&#252;ts vor 1995) ver&#228;ndert hat, und wie schwer es ihnen heute f&#228;llt, das Alte zu lesen, ohne zwanghaft den Korrekturstift zu Hand zu nehmen. Vor allem aber erz&#228;hlen sie, wie es &#252;berhaupt dazu kam, das sie Lyrik und Prosa schreiben wollten, und nat&#252;rlich wie das meist &#8220;ungefragte&#8221; Produkt dann doch in der Druckerei landete.</p>
<p>Mit dabei sind Siegfried Lenz, G&#252;nter Grass, Elfride Jelinek und viele andere &#8211; gemeinsam erschaffen sie einen sowohl am&#252;santen als auch lehrreichen Kurzgeschichtenband, dessen Anekdoten nicht nur angehende und bestehende Autoren faszinieren wird &#8211; die kurzen Geschichten bieten zudem einen hervorragenden &#220;berblick &#252;ber gro&#223;artige Autoren der Nachkriegsliteratur und Postmoderne.</p>
<p class="bestellen"><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3518458647/selbstausbild-21" target="_blank"> Auch Bestsellerautoren und Preistr&#228;ger fangen klein an</a></p>
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		<title>Campus-Knigge, Der &#124; Schlagabtausch in der Universit&#228;t: Insider berichten vom Campusalltag</title>
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		<pubDate>Mon, 07 May 2007 13:48:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Comic, Satire]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten, Essays]]></category>

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		<description><![CDATA[Mal angenommen ich bin jetzt Student und habe keine Ahnung (was ja auch schon mal der Fall war) und suche ein Buch, das mir die ganzen seltsamen Begriffe erkl&#228;rt, die der Eintritt ins Studium so mit sich gebracht hat. Weil ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3406550622/selbstausbild-21" target="_blank"><img src="http://www.lesedetektiv.de/wp-content/uploads/2007/05/campus.jpg" alt="Der Campus-Knigge" width="79" height="128" /></a>Mal angenommen ich bin jetzt Student und habe keine Ahnung (was ja auch schon mal der Fall war) und suche ein Buch, das mir die ganzen seltsamen Begriffe erkl&#228;rt, die der Eintritt ins Studium so mit sich gebracht hat. Weil fragen m&#246;chte ich niemanden, da wird man dann so skeptisch angeschaut, als sei die Kenntnis des ganzen Studentenvokabulars eine Grundvoraussetzung f&#252;r die Zulassung. Ja, dann kaufe ich mir lieber genau so ein Buch wie dieses, mit einem biederen Studentinnen-Zopf darauf, ohne einen Blick hineinzuwerfen.</p>
<p>Dass dies jedoch keine trockene aber informative Erkl&#228;rung von studentischen Begriffen ist, wird schnell klar. Hier hat sich ein ganzer Haufen Prof. Dr. (und M.A. jur. em. a.D. h.c. mult.) verschiedener Unis am humorvollen Anekdoten versucht, die zwar einige Studienbegriffe abhandeln, jedoch auch viele Begriffe umschreiben, die der belesene Erstsemestler schon seit Kindergartentagen kennt, wie &#8220;Coolness&#8221;, &#8220;Langeweile&#8221; oder &#8220;Schweine&#8221;. Echte Problemf&#228;lle wie &#8220;Akkreditierung&#8221;, &#8220;Approbation&#8221;, &#8220;Habilitation&#8221; oder &#8220;Spectabilis&#8221; und viele andere kommen hingegen nicht vor.</p>
<p>Zur Qualit&#228;t der Artikel: Diese sind mitunter wirklich gut, wenn auch manchmal befremdlich, wie der kurz geratene Eintrag zum Thema Frauen: &#8220;FRAUEN &#8211; Nicht zu verwechseln mit -&gt; guten M&#228;nnern. aber es gibt noch Hoffnung (-&gt; Finnland).&#8221; Der Pfeil stellt &#252;brigens den Querverweis zum gleichnamigen Artikel dar. F&#252;r Erstsemestler ist das Buch nicht gedacht. Diese werden von der schwarzen Ironie einiger Artikel wom&#246;glich so sehr abgeschreckt, dass sie noch von ihrem Studienplatz zur&#252;cktreten. H&#246;here Semester und Dozenten werden dagegen ihre wahre Freude an diesem Buch haben.</p>
<p class="bestellen"><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3406550622/selbstausbild-21" target="_blank"> Der universit&#228;re Schlagabtausch der Fraktion Prof.Dr.</a></p>
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		<title>Warum Tr&#228;nen salzig schmecken &#124; harmloser Kapiteltitel, anspruchsvoller Inhalt</title>
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		<pubDate>Mon, 07 May 2007 12:55:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten, Essays]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Cover sieht lax aus, wie ein Buch, das sich ideal als Klo-Lekt&#252;re eignet. Mit kurzen und bek&#246;mmlichen Anekdoten rund um die Geheimnisse des Alltags, Dinge, die eben kaum ein Mensch wei&#223;, etwa: Warum regnet es?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3406559611/selbstausbild-21" target="_blank"><img src="http://www.lesedetektiv.de/wp-content/uploads/2007/05/warum.jpg" alt="Warum Tr&#228;nen salzig schmecken" width="80" height="128" /></a>Das Cover sieht lax aus, wie ein Buch, das sich ideal als Klo-Lekt&#252;re eignet. Mit kurzen und bek&#246;mmlichen Anekdoten rund um die Geheimnisse des Alltags, Dinge, die eben kaum ein Mensch wei&#223;, etwa: Warum regnet es?</p>
<p>Beim Durchbl&#228;ttern &#228;ndert sich dieser erste Eindruck allerdings: Nicht nur ist die Schrift hochgeistig klein gehalten, auch beunruhigend viele Grafiken mit noch beunruhigenderen Bezeichnungen wie &#8220;Visueller Assoziations-Cortex&#8221;, Phosphodiesterase oder gar &#8220;Spontane Depolarisation in der Diastole&#8221;.</p>
<p>Nat&#252;rlich ist auch der Inhalt nicht ohne; nein, so nebenbei auf der Toilette liest sich das nicht. Dabei sind die Titel noch so harmlos einf&#228;ltig: &#8220;Wer ist der Sandmann?&#8221; oder &#8220;Wer knipst die Pumpe an und aus?&#8221; Und dann geht sie los, die Schulbuch-Naturwissenschaft 13. Klasse. Aber: Hier werden Fragen beantwortet und Vorg&#228;nge im Detail beschrieben, die richtig wissenswert sind. Warum man sich nicht selbst kitzeln kann und dass die Zunge mehr kann, als man sich so vorstellt. Wie der Mensch Schrift verarbeitet (Unser Gehirn, der Hochleistungscomputer) und wie fremdgesteuert wir tats&#228;chlich sind. Der K&#246;rper wird ganz anders wahrgenommen, wenn man mit einem Mal soviel &#252;ber ihn wei&#223;.</p>
<p>Auch ein Argument f&#252;r die (Lebens-)Notwendigkeit des Chaos findet sich. Schade, dass ich das zu Schulzeiten noch nicht parat hatte. Schade auch, dass ich vor ein paar Jahren so etwas noch nicht gelesen h&#228;tte. Vielleicht w&#228;ren es dann doch mehr als drei Punkte in Biologie geworden.</p>
<p class="bestellen"><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3406559611/selbstausbild-21" target="_blank">Darf ich vorstellen: Dein K&#246;rper </a></p>
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