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	<title>lesedetektiv.de &#187; Kinder, Jugendliche</title>
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	<description>Buchkritiken, Rezensionen Literatur: Romane, Wissen, Hörbuch, Kinderbücher, Kurzgeschichten etc.</description>
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		<title>Dead Beautiful – Deine Seele in mir &#124; von Untoten, Lateinunterricht und verbotenen K&#252;ssen</title>
		<link>http://www.lesedetektiv.de/romane/sf-fantasy/dead-beautiful-deine-seele-in-mir-von-untoten-lateinunterricht-und-verbotenen-kussen/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=dead-beautiful-deine-seele-in-mir-von-untoten-lateinunterricht-und-verbotenen-kussen</link>
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		<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 14:04:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinder, Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Romantisch]]></category>
		<category><![CDATA[SF, Fantasy]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie ist seine Liebe. Er ist ihr Tod. Hinter dieser Werbebotschaft ist wohl eine moderne Liebesgeschichte zu erwarten, in ihrer Art vom B&#252;cherauslagetisch gar nicht mehr wegzudenken, seit 2005 der erste Band von Stephenie Meyers Twilight-Quadrologie erschien. Mit vielen erfolgreichen Nachahmern. Ein Vampir, Werwolf, Untoter, D&#228;mon, &#8230; durch Tod oder sonstige eigentlich eher gruselige Andersartigkeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3423760389/selbstausbild-21"><img class="alignleft size-full wp-image-1215" title="Dead Beautiful – Deine Seele in mir | dtv" src="http://www.lesedetektiv.de/wp-content/uploads/2012/01/dead-beautiful.jpg" alt="Dead Beautiful – Deine Seele in mir | dtv" width="131" height="200" /></a>Sie ist seine Liebe. Er ist ihr Tod.<br />
Hinter dieser Werbebotschaft ist wohl eine moderne Liebesgeschichte zu erwarten, in ihrer Art vom B&#252;cherauslagetisch gar nicht mehr wegzudenken, seit 2005 der erste Band von Stephenie Meyers Twilight-Quadrologie erschien. Mit vielen erfolgreichen Nachahmern.</p>
<p>Ein Vampir, Werwolf, Untoter, D&#228;mon, &#8230; durch Tod oder sonstige eigentlich eher gruselige Andersartigkeit mit ausgepr&#228;gtem Charme, hervorstechender Attraktivit&#228;t, physischer St&#228;rke und Unsterblichkeit ausgestattet, verliebt sich in eine Sterbliche im Teenie-Alter, normal-h&#252;bsch, unschuldig, tolpatschig, die wegen irgendwelcher famili&#228;rer Umst&#228;nde aus sonniger Gegend in eine kalte, regnerische, grunds&#228;tzlich unwirtliche Umgebung umziehen muss. Schauplatz: Schulhof.</p>
<p>Die Sorge, die geliebte Lebende in das eigene ungesunde Umfeld zu ziehen, sorgt f&#252;r viele dramatische Wendungen, samt lebender und untoter Antagonisten, die die Verbindung nicht in Ordnung finden und die Beziehung zu unterwandern versuchen. Am Ende steht das Happy End, was bedeutet, dass die Lebende untot (tot? Jedenfalls nicht mehr lebendig im klassischen Sinne) wird &#8211; denn sonst g&#228;be es ja keine gemeinsame Zukuft. Man hat sich irgendwie arrangiert und ist nun gemeinsam attraktiv, stark und f&#252;r immer ein Teenager.</p>
<p>Die amerikanische Autorin Yvonne Woon ist auf diesen Trend gesprungen und hat einen Roman nach genau diesem Schema geschrieben. Das l&#228;sst sich nicht verurteilen, denn folgt man diesem Schema, kann schreiben und h&#228;lt die Spannung aufrecht, dann ist der Erfolg bei der riesgien Fangemeinde sicher, welche die vier Twilight-B&#252;cher verschlungen hat &#8211; auf der Suche nach neuem Stoff. Ich habe auch ein Buch von Stepenie Meyer auch gelesen, die Mischung aus Grusel und Romantik h&#228;lt am Ball. Inzwischen bin ich vermutlich aus dem Alter raus, kein Teenager mehr und kein Bed&#252;rfnis, es bis in alle Ewigkeit zu sein. Keine Sehnsucht nach einem sch&#246;nen, gut erzogenen Untoten. Die Frage ist also, ob dieser neue Roman der Zielgruppe gefallen wird.</p>
<p>Die Parallelen zur Twilight-Reihe sind auffallend. F&#252;r Insider: Yvonne Woons &#8220;Dante Berlin&#8221; (was f&#252;r ein Name!) ist das Pendant zu Edward Cullen in der Twilight-Serie, Renée Winters nimmt Bella Swans Rolle ein. Auch Dead Beautiful wird von der Protagonistin in der Ich-Form erz&#228;hlt.</p>
<p><strong>Zum Inhalt:</strong> Am Gottfried Institut, gelegen im n&#246;rdlichen Teil des US-Bundestaats Massachussetts (rechts oben auf der Karte), ist Dante Berlin das Objekt der Begierde der weiblichen Sch&#252;lerschaft.</p>
<blockquote><p>Er war sch&#246;n. Nicht sch&#246;n wie ein Monet oder sch&#246;n wie ein wei&#223;er Sandstrand, auch nicht sch&#246;n wie der Grand Canyon. Er war &#252;berw&#228;ltigender und zugleich zarter. Wie in den Nachthimmel zu starren und sich im Vergleich unglaublich klein zu f&#252;hlen. Wie eine Muschel in der Hand zu halten und sich zu fragen, wie die Natur etwas so Komplexes und doch Vollkommenes hervorbingen kann: seine Augen, dunkel und tief; seine wirren braunen Haare, die er sich hinter das Ohr gesteckt hatte; seine muskul&#246;sen Arme.</p></blockquote>
<p>Kein M&#228;dchen hat je das Interesse des vollkommenen Wesens erregt &#8211; bis Renée an die Elite-Schule versetzt wird. Renée Winters w&#228;chst beh&#252;tet in Kalifornien auf. An ihrem sechzehntem Geburtstag werden ihre Eltern grausam ermordet. Der Gro&#223;vater entscheidet, die Renée auf das eigenwillige Elite-Internat zu schicken, in dem Latein und Gartenkunde Pflichtschulf&#228;cher sind. Renée und Dante f&#252;hlen sich sehr voneinander angezogen und sind bald ein Paar. Aber Dante ist nat&#252;rlich kein normaler Sch&#252;ler &#8211; wieso ist ein Kuss zwischen den beiden unm&#246;glich? Auf 480 Seiten geht es nun darum, auf diesen Kuss zu warten, die Geheimnisse Dantes&#8217; zu entdecken (der Buchtitel verr&#228;t hier eigentlich schon alles) und auch seltsame Todesf&#228;lle auf dem Internatsgel&#228;nde zu erforschen.</p>
<p>Das Buch ist nett geschrieben, aber es ist einfach eine Variante der Twilight-B&#252;cher, nur ohne Vampire und Werw&#246;lfe. Die Figuren haben keinen Eindruck auf mich gemacht, vielleicht weil ich sie schon kannte. Gelesen und vergessen. Was Neues nach Twilight gibt&#8217;s hier also nicht, aber das kann ja auch gut sein: wer nach den vier abgeschlossenen Twilight-B&#252;chern nochmal dasselbe lesen m&#246;chte, hat Freude an Dead Beautiful.</p>
<p><strong>Zum Abschluss: </strong>sehr lustig ist der Flyer der dem Buch beliegt. Neben der Werbung zu diesem Buch (&#8220;Denn ein Kuss zwischen den beiden w&#252;rde Renées Tod bedeuten &#8230;&#8221;) gibt es auch das Buch &#8220;Mein fahler Freund&#8221;. Sch&#246;n zusammengefasst: &#8220;Bei einem seiner Raubz&#252;ge&#8221; &#8211; er ist ein Zombie &#8211; &#8220;trifft R auf Julie. Er verspeist das Hirn ihres Freundes und verliebt sich in sie &#8230;&#8221;. Stephenie Meyer wird prominent auf dem Umschlag zitiert: &#8220;Ich h&#228;tte nie gedacht, dass ich mich so leidenschaftlich in einen Zombie verlieben k&#246;nnte!&#8221;</p>
<p>Na denn.</p>
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		<title>Teuflisches Team &#124; Fortsetzung eines spannenden High-Tech-Thrillers &#8211; und meiner Partikel-Allergie</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Aug 2009 08:45:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinder, Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi, Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[SF, Fantasy]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Buch mit den schwarzen Partikeln im Schnitt wird fortgesetzt - nat&#252;rlich mistamt den schwarzen Parikeln, die die Seiten so zusammenkleben, dass ich sie bei jedem Umbl&#228;ttern mit einem knarzenden Ger&#228;usch auseinander ziehen muss ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3426501112/selbstausbild-21" target="_blank"><img class="alignleft size-full wp-image-628" title="Teuflisches Team | Knaur" src="http://www.lesedetektiv.de/wp-content/uploads/2009/08/teuflisches-team.jpg" alt="Teuflisches Team | Knaur" width="83" height="128" /></a>Das Buch mit den schwarzen Partikeln im Schnitt wird fortgesetzt &#8211; nat&#252;rlich mistamt den schwarzen Parikeln, die die Seiten so zusammenkleben, dass ich sie bei jedem Umbl&#228;ttern mit einem knarzenden Ger&#228;usch auseinander ziehen muss. Solange man nicht umbl&#228;ttert und nur von au&#223;en anschaut, ist es wirklich toll gestaltet, keine Frage.<br />
Wen es kalt l&#228;sst, dass Farbe permanent abf&#228;llt, wie spr&#246;der Staub an den Fingerkuppen h&#228;ngenbleibt und eingeatmet wird (kein Witz &#8211; ich musste permanent niesen), den erwartet ein spannender, brandaktueller Science-Fiction-Thriller.</p>
<p>Mit Teuflisches Team geht die Trilogie in die zweite Runde: der mittlerweile 15-j&#228;hrige Hacker Cadel kann keinen Schritt mehr ohne polizeiliche &#220;berwachung tun &#8211; zu wichtig ist seine Funktion als Kronzeuge gegen seinen teuflischen Vater Prosper English. Der ist zwar hinter Gittern, aber Cadel wei&#223; sehr wohl, dass das f&#252;r ein Genie wie ihn selbst kein un&#252;berwindbaderes Hindernis ist. Untergebracht in einem Heim und ohne Erlaubnis Australien zu verlassen, besch&#228;ftigen ihn zwar Reibereien mit dem Heimkind Mace, ansonsten aber ist ihm t&#246;dlich langweilig.</p>
<p>Dann bekommen er und seine Freundin, Mathe-Genie Sonja, einen Platz in einem Wohnheim f&#252;r intelligente Jugendliche angeboten &#8211; und nehmen dankbar an, wobei sie sich sehr wohl bewusst sind, dass es sich dabei eigentlich um die Rekrutierung einer kleinen Cyberhacking-Armee handelt: das teuflische Team. Ihr Ziel ist es, das Unternehmen GenonM zu durchleuchten und zu zerst&#246;ren, das auch im Zusammenhang zu Prosper English steht.</p>
<p>Dieser zweite Band hat mir noch besser gefallen als <a href="http://www.lesedetektiv.de/?p=191">der erste</a>: er ist zwar weniger »teuflisch«, aber ich habe das sympathische Team hackender Jugendlicher schnell ins Herz geschlossen. Es ist ein komplexes Buch, rasant und ironisch, im Computer-Jargon geschrieben und voller intelligenter Tricks und Wendungen. Es spricht die Hightech-Generation unmittelbar an. Wer sein Kind »zum Lesen bringen« m&#246;chte, f&#252;r den lautet das Zauberwort nicht l&#228;nger »Harry Potter«, sondern »Cadel Piggot«.</p>
<p class="bestellen"><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3426501112/selbstausbild-21" target="_blank"> Der Harry Potter der aktuellen Jugend-Generation </a></p>
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		<title>Eragon: Die Weisheit des Feuers &#124; Band 3 der Trilogie &#8211; falsch &#8211; des Zyklus um den jungen Drachenreiter</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Nov 2008 13:52:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinder, Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[SF, Fantasy]]></category>

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		<description><![CDATA[Jetzt habe ich den dritten Teil der Reihe gelesen, weil der mittlerweile 24-j&#228;hrige mit seinen Eragon-B&#252;chern weltweite Erfolge feiert, die nicht mehr allein auf die sein Alter zur&#252;ckgef&#252;hrt werden k&#246;nnen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3570128059/selbstausbild-21" target="_blank"><img class="alignleft size-full wp-image-455" title="Eragon: Die Weisheit des Feuers | cbj" src="http://www.lesedetektiv.de/wp-content/uploads/2008/11/eragon.jpg" alt="" width="83" height="128" /></a>Ich habe den ersten Teil vor ein paar Jahren gelesen, weil mich die Tatsache faszinierte, dass er von einem erst 15-j&#228;hrigen Jungen geschrieben wurde. Nun habe ich den dritten Teil der Reihe gelesen, weil der mittlerweile 24-J&#228;hrige mit seinen <em>Eragon</em>-B&#252;chern weltweite Erfolge feiert, die nicht mehr allein auf die Tatsache seines Alters zur&#252;ckgef&#252;hrt werden k&#246;nnen. Ihm gelingt, woran viele andere scheitern: er bewegt die (lesefaule, meist m&#228;nnliche) Jugend dazu, B&#252;cher von rund 800 Seiten Umfang zu lesen. Die Letzte, der das in den Ausma&#223;en gelang, war J.K. Rowling mit <em>Harry Potter</em>.</p>
<p>Ich habe den zweiten Band nicht gelesen. Als Quereinsteiger in den dritten Band sollte ich eigentlich dank einer Zusammenfassung der Ereignisse zurecht kommen. Die Zusammenfassung ist allerdings nicht f&#252;r Quereinsteiger gedacht: viel zu rasch und zu ungenau wird beschrieben, was in den zwei vorangegangenen B&#228;nden geschah. St&#228;ndig ist dabei von Figuren die Rede, die in ihrer Funktion nicht eingef&#252;hrt werden. Zumindest ein Figurenverzeichnis w&#228;re hilfreich gewesen. Auch mit der Sprache habe ich Probleme: »Glaedr fehlt ein Bein, und Oromis, der von den Abtr&#252;nnigen gebrochen wurde (<em>gebrochen</em>?), ist nicht f&#228;hig, gr&#246;&#223;ere Mengen an Magie zu kontrollieren«. Eine Einf&#252;hrung, die nur die (vorausgesetzten!) Erinnerungen an die ersten beiden B&#228;nde aufzufrischen vermag.</p>
<p>Die ganze Geschichte geht so: im Land Alagaësia findet der 15-j&#228;hrige Eragon ein Drachenei, aus dem die Drachendame Saphira schl&#252;pft. Fortan sind beide untrennbar miteinander verbunden und Eragon wird zu einem der legend&#228;ren Drachenreiter, die vor Jahren von Abtr&#252;nnigen dezimiert wurden. Eragons Aufgabe ist es nun, den Herrscher des Imperiums, Galbatorix, zu schlagen und die Welt zu befrieden. Der dritte Band setzt ein, als Eragon bereits die Grundlagen der Magie gelernt, sich in eine Elfe verliebt hat und aktuell die Verlobte seines Cousins aus den F&#228;ngen der Ra&#8217;zac (<em>geheimnisvolle Wesen, die sich von Menschenfleisch ern&#228;hren</em> &#8211; <em>Wikipedia</em>) retten m&#246;chte.</p>
<p>Es ist ziemlich unbefriedigend, an dieser Stelle in die <em>Eragon</em>-Reihe neu einzusteigen. Ich habe keinerlei Bezug zu den zahlreichen Figuren, verstehe ihre Handlungen nicht und kann die Zaubereien und Motivationen in dieser Fantasy-Welt schwer nachvollziehen.<br />
Paolinis Schreibstil ist solide, wenn auch nicht sehr geistvoll. Paolini bem&#252;ht sich, Klischees und stereotype Vergleiche zu umschiffen, wobei hin und wieder etwas herauskommt wie: »Das heruntergebrannte Feuer pulsierte wie das Herz eines riesigen Tieres«.</p>
<p>Was mir beim ersten Band noch nicht so auffiel, ist der Eindruck, dass es sich bei <em>Eragon</em> mit seinen Elfen und Zwergen (sprechen eigene Sprachen mit vielen Apostrophen und Umlauten), die sich mit den »Abtr&#252;nnigen« in der »Schlacht gegen das Imperium« befinden, um eine abstruse Kreuzung aus dem <em>Star-Wars</em>-Universum und dem <em>Herr-der-Ringe</em>-Universum handelt &#8211; hinzugef&#252;gt wurde lediglich das Element des Drachen. Eine Anmerkung, die vor mir offenbar schon viele andere machten &#8211; und bei deren Erw&#228;hnung die Fans nur noch genervt abwinken.</p>
<p><em>Eragon</em> ist eine Fantasy-Lekt&#252;re f&#252;r &#228;ltere Jugendliche, die gerade die Jugendlichen der heutigen Online-Rollenspiel-Generation anspricht: wer sich ansonsten gerne in der <em>Wold-of-Warcraft</em>-Welt herumtreibt, wird sich in den vielen detailliert beschriebenen Schlachtszenen vieler exotischer Figuren sehr wohlf&#252;hlen. F&#252;r Kinder unter zw&#246;lf Jahren sind die blutigen Schlachten eventuell noch nicht geeignet. Da es sich jedoch um eine fiktive Welt handelt, bewahrt man selbst zu Figuren, die nur noch aus einem Torso ohne Extremit&#228;ten bestehen, eine Distanz.</p>
<p>Das eigentliche Problem von <em>Die Weisheit des Feuers</em> ist, dass sich das Buch nach einem recht spannenden Einstieg furchtbar hinzieht. Das scheint folgenden Grund zu haben: <em>Eragon</em> sollte eigentlich eine Trilogie werden, aber der Autor hat (nach eigenen Aussagen) viel zu viel geschrieben und sich schlie&#223;lich dazu entschlossen, die Reihe erst im vierten Band enden zu lassen. Dabei scheint es gar nicht viel zu sagen zu geben: die Protagonisten wandern mal hier und mal dorthin, stehen mal diesen und mal jenen Kampf durch, ohne dass sich dabei eine nennenswerte dramaturgische Entwicklung abzeichnet. Hat Paolini sich im Schreibprozess verloren oder steckt &#246;konomisches Interesse dahinter? Jedenfalls resultiert es darin, dass mir Band Nummer 3 wie eine sehr lange Br&#252;cke zum Finale vorkommt.</p>
<p>Wahre Fans der ersten beiden B&#228;nde werden das wom&#246;glich ganz anders sehen: sie werden, ganz in der Tradition der Tolkien-Anh&#228;nger, jeden einzelnen der zahlreichen Tropfen an Hintergrundinfos zu Drachen, Schwertk&#228;mpfen und Magie gierig und begeistert aufsaugen. F&#252;r sie bedeutet dieses Buch die Chance, noch l&#228;nger und intensiver als gedacht in der geliebten Welt verharren zu k&#246;nnen.</p>
<p class="bestellen"><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3570128059/selbstausbild-21" target="_blank">Z&#228;her Stoff oder komplexe Fantasy-Atmosph&#228;re?</a></p>
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		<item>
		<title>Teuflisches Genie &#124; Catherine Jinks eigenwilliger Held zwischen Coming of age und Weltherrschaft</title>
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		<pubDate>Wed, 28 May 2008 17:49:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinder, Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftlich]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich sch&#228;tze es ist nicht leicht, &#252;ber eine Figur zu schreiben, die man als Genie charakterisiert, wo man doch selbst gar kein Genie ist. Das unterstelle ich Catherine Jinks zumindest einfach mal. Schlie&#223;lich muss man sich in so eine ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3426500418/selbstausbild-21" target="_blank"><img class="alignleft size-full wp-image-192" title="Teuflisches Genie | Knaur" src="http://www.lesedetektiv.de/wp-content/uploads/2008/05/teuflisches-genie.jpg" alt="Teuflisches Genie | Knaur" width="84" height="128" /></a>Ich sch&#228;tze es ist nicht leicht, &#252;ber eine Figur zu schreiben, die man als Genie charakterisiert, wo man doch selbst gar kein Genie ist. Das unterstelle ich der Autorin Catherine Jinks zumindest einfach mal. Schlie&#223;lich muss man sich in so eine Figur hineindenken und sich genie-typische abstruse Interessen und Spleens einfallen lassen. Ein Buch l&#228;sst seinen Rezeptor intensiv in die Psyche einer Figur eintauchen &#8211; darum bef&#252;rchtete ich, dass die geistige Diskrepanz zwischen der normal intelligenten Autorin und dem fiktiven Genie zu offensichtlich wird.</p>
<p>Bei Jinks und ihrer Figur Cadel Piggott schien es so zu sein. Cadel wird als einzigartig intelligentes Genie beschrieben, ein computerhistorische Fachliteratur lesender, Sicherheitssysteme knackender Siebenj&#228;hriger, dem Jinks das Aussehen von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Elijah_Wood" target="_blank">Elijah Wood</a> verliehen hat (sie bedankt sich f&#252;r die visuelle Inspiration).</p>
<p>Cadel ger&#228;t in die Obhut des seltsamen Psychologen Thaddeus Roth, der sich bald als »rechte Hand« des (wahnsinnigen?) Genies Phineas Darkkon vorstellt, welcher wiederum Cadels leiblicher Vater sein soll. Der schnelle Einstieg ins Geschehen entpuppt sich als Vorwand, ein ausf&#252;hrliches Psychogramm &#252;ber Cadel zu erstellen &#8211; dazu eignet sich die Psychologenfigur ideal. Der Leser lernt Cadel kennen und sieht ihn &#8211; unter st&#228;ndiger Manipulation, die er lange nicht wahrnimmt &#8211; zu einem 14j&#228;hrigen heranwachsen, der s&#228;mtliche Schulklassen &#252;berspringt und sich, ganz wie vom Vater geplant, in das Axis Institut einschreibt, um dort hintergr&#252;ndig die Kunst der Ergreifung Weltherrschaft zu erlernen.</p>
<p>Die verwendete Sprache ist sehr einfach, was das Buch auch an ablenkungsstarken Orten wie der Stra&#223;enbahn lesbar macht. Die Autorin erkl&#228;rt jede Regung und Wendung und nutzt sehr simple Vergleiche (»Er blinzelte nicht einmal [...] &#8211; wie eine Katze, die mit dem Schwanz zuckte«) und verlangt von ihrem Leser gar nicht, dass er S&#228;tze wie »DNS leitet nicht gut. Au&#223;er, wenn sie als Substrat f&#252;r galvanisierte Metalle eingesetzt wird« versteht &#8211; im Gegenteil: solch eingestreutes Fachwissen soll nur die Charakterzeichnung des hochgebildeten Kindes festigen. Eine wenig elegante Art, die intellektuelle Diskrepanz zu ihrer Figur zu &#252;berbr&#252;cken &#8211; was wiederum wett gemacht wird durch einen humorvollen, ironischen Umgang mit ihrem Genie.</p>
<p>Das Interesse an der Entwicklung dieser ungew&#246;hnlichen Figur war Grund genug weiter zu lesen, solange bis die Geschichte selbst auch den gewissen Kick bekam. Die dunkle Ahnung, dass das Buch vor allem »herrlich abstrus« sein m&#246;chte aber irgendwie klamottig ist, hat sich schlie&#223;lich als unbegr&#252;ndet, oder zumindest nebens&#228;chlich erwiesen. Dass mehr Fragen offen bleiben als beantwortet werden, ist dem Umstand geschuldet, dass der Leser mit diesem Buch den ersten Teil einer mehrb&#228;ndigen Serie in der Hand h&#228;lt (Fortgesetzt mit <em><a href="http://www.lesedetektiv.de/?p=627">Teuflisches Team</a></em>).</p>
<p>Die Australierin Catherine Jinks ist bisher vor allem mit historischen Romanen auf dem deutschen Buchmarkt vertreten, die in ihrer genretypischen Gestaltung im Buchladen nicht ins Auge stechen. Ganz anders dieses Buch: es wird sicherlich alleine wegen seines seltsamen Aussehens von vielen in die Hand genommen, das flippige schwarz-pinke Totenkopfdurcheinander f&#228;llt auf. Das Wei&#223; hat einen gelblichen Stich, wie diese Leuchtsticker, weshalb ich erst vermutete, dass das Buch im Dunkeln leuchtet (tut es nicht). Und zu guter Letzt der pechschwarze Seitenschnitt, als habe ihn jemand mit einem Pinsel und schwarzer Wasserfarbe angemalt. So ist auch die Konsistenz: es knackt beim Umbl&#228;ttern, weil die Farbe auseinanderbricht, auf den Fingerkuppen hinterl&#228;sst es ein unangenehm spr&#246;des Gef&#252;hl und beim ersten raschen Durchbl&#228;ttern flogen mir kleine schwarze Partikel in Mund und Augen. Zweifellos ein Buch, das einen bleibenden Eindruck hinterl&#228;sst.</p>
<p class="bestellen"><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3426500418/selbstausbild-21" target="_blank"> Seltsam, und gerade deshalb lesenswert </a></p>
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		<title>Gold der Azteken, Das &#124; Frederica de Cesco: Montezumas Tochter Tecuipo k&#228;mpft f&#252;r die Freiheit Mexikos</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Apr 2008 20:13:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Historisch]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder, Jugendliche]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe ein altes Jugendbuch, verlegt in einer rosafarbenen Edition f&#252;r M&#228;dchen im Teenageralter. Augenscheinlich Dutzende Male gelesen sind die Seiten mittlerweile leicht vergilbt, der zerfledderte Buchr&#252;cken wurde liebevoll mit Tesafilm ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Das Gold der Azteken | Heyne" href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3453400550/selbstausbild-21" target="_blank"><img class="alignleft size-full wp-image-187" title="Das Gold der Azteken | Heyne" src="http://www.lesedetektiv.de/wp-content/uploads/2008/04/gold-der-azteken.jpg" alt="Das Gold der Azteken | Heyne" width="83" height="128" /></a>Ich habe ein altes Jugendbuch, verlegt in einer rosafarbenen Edition f&#252;r M&#228;dchen im Teenageralter. Augenscheinlich Dutzende Male gelesen sind die Seiten mittlerweile leicht vergilbt, der zerfledderte Buchr&#252;cken wurde liebevoll mit Tesafilm gekittet. Es ist in Deutschland nicht mehr im Handel, vielleicht war es au&#223;erhalb meines Kinderzimmers nicht sehr erfolreich. Heute steht es zwischen Jane Austen und Laura Esquivel in meinem Taschenbuchregal und wartet darauf, eines Tages erneut gelesen zu werden.</p>
<p>Neulich habe ich im Regal einer Freundin ein zerfleddertes Taschenbuch f&#252;r Jugendliche gesehen, ganz &#228;hnlich wie meines: »Das war mein Lieblingsbuch als ich j&#252;nger war«, sagte meine Freundin. Es hie&#223;: »Das Gold der Azteken«. Da beschloss ich, das Buch auch zu lesen.</p>
<p>Das Buch spielt &#8211; auch das kommt meinem nat&#252;rlichen Interesse entgegen &#8211; zur Zeit des Aztekenreichs in Mexiko. Protagonistin des Buchs ist Tecuipo, die Tochter des aztekischen Herrschers Montezuma. Sie liebt Prinz Cuatemoc und alles k&#246;nnte sch&#246;n sein, w&#252;rde nicht der unerwartete Einfall der spanischen Konquistadoren unter Hernán Cortez f&#252;r reichlich Konflikpotential sorgen.</p>
<p>&#220;berraschend an dieser neuen Auflage des Buches ist, dass es gemessen am &#228;u&#223;eren seri&#246;sen Erscheinungsbild und der Titeleinordnung auf Amazon f&#252;r Erwachsene konzipiert ist, w&#228;hrend eine Auflage zuvor bei einem anderen Verlag noch in beiderlei Hinsicht Jugendliche im Alter ab 12 Jahren angesprochen wurden.</p>
<p>Ihren Erz&#228;hlstil scheint de Cesco ihren Quellen angepasst zu haben, er ist recht simpel und ihre S&#228;tze klingen manchmal wie Bibelverse, woran ich mich nicht richtig gew&#246;hnen konnte. Dabei gelingt es der Autorin dennoch, Details der exotischen Kultur auch f&#252;r Jugendliche verst&#228;ndlich darzustellen, die Gewalt ufert nicht aus und auf Erotik wurde ebenfalls verzichtet.</p>
<p>Eine Entt&#228;uschnung w&#228;re da allerdings noch: nach all den dramatischen K&#228;mpfen und Konflikten und nachdem es f&#252;r das tapfere Liebespaar doch irgendwie glimpflich ausgegangen ist, wird in einem letzten knappen Absatz die ges&#228;te Hoffnung auf ein <em>Happily ever After</em> geradezu stichwortartig zunichte gemacht. Schlie&#223;lich handelt es sich bei Cuatemoc um eine geschichtliche Person und der korrekten Geschichtsdarstellung f&#252;hlt sich Frederica de Cesco am Ende doch verpflichtet.</p>
<p class="bestellen"><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3453400550/selbstausbild-21" target="_blank"> Ein Buch f&#252;r M&#228;dchen und Frauen</a></p>
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		<title>Spinnerkind &#124; Heiko Wolz&#8217; Figur Jakob McGhee erz&#228;hlt von Anklageschriften, Schie&#223;pulver und der ersten Liebe</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Mar 2008 20:45:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinder, Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Romane]]></category>

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		<description><![CDATA[H&#228;tte ich den Titel im Buchladen gesehen, h&#228;tte es vermutlich nicht meine Aufmerksamkeit erregt. Zu gewollt erscheint mir der Titel »Spinnerkind«, zu unspannend der Klappentext, der das Buch als »wunderbar schrullig« anpreist ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3939481017/selbstausbild-21" target="_blank" title="Spinnerkind | Addita"><img src="http://www.lesedetektiv.de/wp-content/uploads/2008/03/spinnerkind.jpg" alt="Spinnerkind" /></a>H&#228;tte ich das Buch im Buchhandel gesehen, es h&#228;tte  vermutlich nicht meine Aufmerksamkeit erregt. Zu gewollt erscheint mir der Titel »Spinnerkind«, zu unspannend der Klappentext, der das Buch als »wunderbar schrullig« anpreist. Nun aber gibt es zwei Gr&#252;nde, wieso mich dieses Buch interessiert hat. Zum einen, weil mich der Autor selbst darauf aufmerksam gemacht hat. Und zum Zweiten, weil besagter Autor als Sch&#252;ler des Online-Schreibkurses www.kreatives-schreiben.net hervorgegangen ist &#8211; einem Schreibkurs, in dem es »knallhart zur Sache« geht, glaubt man den kundigen Worten von Andreas Eschbach.</p>
<p>Erz&#228;hler der Geschichte ist der 14-j&#228;hrige Jakob McGhee, der mit zwei kuriosen Eltern auf einem Cottage bei Boston lebt und seinen Leser nicht lange im Unklaren l&#228;stt, dass bald »alles den Bach runter« geht. Was zum ersten Mal deutlich wird, als »Mom« bei ihrem Sohn via Hummer einen allergischen Schock ausl&#246;st, um so den Gastgeber eines Empfangs wegen Fahrl&#228;ssiger K&#246;fperverletzung zu verklagen. Ein Spiel, das bald zur Gewohnheit wird. Auch »Dad« ist nicht ohne, ein notorischer Erfinder mit einer »Vorliebe f&#252;r Dinge, die brennen oder explodieren k&#246;nnen« &#8211; wovon sein Sohn wiederum in Mitleidenschaft gezogen wird.<br />
Der Titel Spinnerkind im Sinne von Kind zweier Spinner macht immer mehr Sinn.<br />
Jakob McGhee selbst ist ein beobachtendes Passiv, das von Szene zu Szene schwenkt und aus seinem jeweiligen Blickwinkel heraus die kuriosen Eingenarten seiner Umwelt beschreibt &#8211; wie eine Videokamera, nur intuitiver.</p>
<p>A propos kurios. Vor allem die Beschreibung des Vaters hat mich sofort fasziniert: »Dad machte nun einmal den Eindruck, als w&#228;re er aus den Abf&#228;llen und Resten der Glasgower Hinterh&#246;fe zusammengef&#252;gt, in denen er aufgewachsen war. Seine birnengro&#223;e Nase sa&#223; nicht in der Mitte des Gesichts, sondern war nach links verrutscht, seine Augenbrauen waren buschige Pfeifenreiniger [...]. Die langen Arme schienen f&#228;lschlich an einem Kartoffelk&#246;rper angebracht worden zu sein und verliehen ihm einen gutm&#252;tigen Orang-Utan-Gang: Oberk&#246;rper nach vorne gebeugt, die H&#228;nde mit den &#252;berlangen Handttellern an den Knien vorbeischlendernd [...].«<br />
&#8230; derart fasziniert, dass ich das das Bild, welches ich beim Lesen vor Augen hatte, einmal grafisch umgesetzt habe: <a href="http://www.lesedetektiv.de/wp-content/uploads/2008/03/mcghees-vater.jpg" title="Meine eigenwillige Vorstellung von »Dad«" onclick="return enlarge('http://www.lesedetektiv.de/wp-content/plugins/zap_imgpop/','http://www.lesedetektiv.de/wp-content/uploads/2008/03/mcghees-vater.jpg','Meine eigenwillige Vorstellung von »Dad«',event,300,75)">Meine eigenwillige Vorstellung von »Dad«</a>.<br />
Schreibkurs, Lektion 1: Herr Wolz, Sie m&#252;ssen Ihre Figuren m&#246;glichst unverwechselbar bildlich beschreiben.</p>
<p>Diesem Prinzip bleibt der Autor treu: seine Mutter ist ein »besserwisserischer Geist« der nach »Heckenrose und Kamille« riecht. Auch bei den Bewegungsadjektiven bleibt Wolz erfinderisch und »pfl&#252;gt durch die Halle« oder l&#228;sst die Dame »nach links wegtippeln«.<br />
Der Roman ist definitiv schrullig und kurios. Auch das herrenlose Zitat auf dem Buchr&#252;cken, welches Heiko Wolz mit John Irving vergleicht, ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Die Einordnung in die Kategorie <em>Kinder- und Jugendbuch</em> sollte man hingegen nicht so w&#246;rtlich nehmen &#8211; zwar ist Spinnerkind dank verst&#228;ndlicher Sprache und erfrischender Fremdw&#246;rterfreiheit f&#252;r Jugendliche geeignet, aber Wolz wei&#223; mit seinem spr&#252;hendem Einfallsreichtum und allerlei (von nah oder fern hergeholten) bildlichen Vergleichen auch »Erwachsene« zu &#252;berzeugen.</p>
<p class="bestellen"><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3939481017/selbstausbild-21" target="_blank"> Ein Irving, ein Salinger, ein Wolz? </a></p>
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		<title>B&#252;cher &#246;ffnen Welten &#124; Colin Thompson Bilder-Buch-Welten und die Moral der Sterblichkeit</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Mar 2008 20:11:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinder, Jugendliche]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Welt und die FAZ haben bereits ihre Anerkennung und Empfehlung ausgesprochen - da er&#252;brift sich mein Urteil beinahe. Ich spreche es trotzdem aus, zumal ich gerne auf dieses Buch hinweise - oder besser: auf die Bilder ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3830361637/selbstausbild-21" title="B&#252;cher &#246;ffnen Welten | Lappan Verlag" target="_blank"><img src="http://www.lesedetektiv.de/wp-content/uploads/2008/03/buecher-oeffnen-welten.jpg" alt="B&#252;cher &#246;ffnen Welten" /></a><em>Die Welt</em> und die <em>FAZ</em> haben bereits ihre Anerkennung und Empfehlung ausgesprochen &#8211; da er&#252;brigt sich mein Urteil beinahe. Ich spreche es trotzdem aus, zumal ich gerne auf dieses Buch hinweise, oder besser: auf die Bilder dieses Buchs. Hier gibt&#8217;s Fachwerkh&#228;user in Schubl&#228;den, schummrige Kan&#228;le zwischen B&#252;cheregalen, Mehrst&#246;ckige Wohnungen in Buchr&#252;cken. Detailreiches Eigenleben, wie ich es so zuletzt in den Petersson und Findus B&#228;nden gesehen habe.</p>
<p>Eigentlich st&#252;nde diesem Buch auch ein entsprechend gro&#223;es Format zu, denn die Bilder der fantasievollen Buchwelten sind es, was dieses Buch faszinierend macht (einzig die Menschen wirken darin seltsam eindimensional). Ich finde die Bilder so gelungen, dass ich mir gut vorstellen k&#246;nnte, die Zimmerw&#228;nde meiner (zuk&#252;nftigen) Kinder damit zu tapezieren. Oder meine eigenen Zimmerw&#228;nde.</p>
<p>Was ich kritischer sehe, ist die Geschichte zu den Bildern. Hauptcharakter ist Peter, der in jenem mehrst&#246;ckigem Buchr&#252;cken lebt und durch die n&#228;chtliche Bibliothek mit Eigenleben streunert &#8211; einer »Bibliothek mit vielen tausen R&#228;umen. In ihren Regalen stehen alle B&#252;cher, die jemals geschrieben worden sind.« Peter aber ist auf der Suche nach einem Buch, das fehlt. Ein Buch, das ewiges Leben verspricht. Und so trifft er schlie&#223;lich auf das »Uralte Kind«, das jenes Buch gelesen hat und es unter Verschluss h&#228;lt.</p>
<p>Es kommt, was kommen muss: Moral. Ein Sinnspruch auf den Wert des Verg&#228;nglichen, die Freuden des Alterns. Und wer denkt bei dem uralten Kind und dem Thema »Buch in Buch« nicht an die unendliche Geschichte? kein Wunder, dass die <em>Frankfurter Rundschau</em> wenig einfallsreich darauf verweist. Aber kann man eine solche Geschichte auf 30 Seiten à ein bis zwei Zeilen Text niederschreiben? Es h&#228;tte der Geschichte des Buchs gut getan, sich nur in dem kleinen Universum zwischen Haus und Gartentor aufzuhalten &#8211; wie bei Petersson und Findus der Fall. Aber es bleibt dabei: die Bilder-Buch-Welten sind wundervoll.</p>
<p class="bestellen"><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3830361637/selbstausbild-21" target="_blank"> Fantasievoll gemalte B&#252;cherwelt</a></p>
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		<title>Herr Eichhorn und der erste Schnee &#124; der Winterschlaf der Waldbewohner wird boykottiert: der Winter soll kommen!</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Dec 2007 18:51:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hab ich gern gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder, Jugendliche]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe dieses Eichh&#246;rnchen gesehen, wie es da auf seinem waagrechten Ast sitzt, die Pfote nach vorgestreckt, der Blick erwartungsvoll nach oben gerichtet, darauf wartend, dass die erste Schneeflocke fallen m&#246;ge ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3480223591/selbstausbild-21" target="_blank"><img src="http://www.lesedetektiv.de/wp-content/uploads/2007/12/herr-eichhorn-und-der-erste-schnee.jpg" alt="Herr Eichhorn und der erste Schnee" /></a>Ich ging an diesem Buch vorbei und mein Blick fiel auf das Eichh&#246;rnchen, wie es da auf seinem waagrechten Ast sitzt, die Pfote nach vorne gestreckt, den Blick erwartungsvoll nach oben gerichtet. So wie ich einst selbst im Park stand, den grauen Himmel betrachtend und ungeduldig darauf wartend, dass die erste Schneeflocke fallen m&#246;ge. Da wusste ich: das Buch muss ich haben.</p>
<p>Ganz strichelig und doch pr&#228;zise gezeichnet hat der schieferfarbene Wald nur einen kleinen Farbtupfer: das orangefarbene Fell des Herrn Eichhorns. Der hat es mit dem Winterschlaf dieses Jahr gar nicht so eilig.</p>
<p>Ein Mal m&#246;chte er den sagenumwobenen Schnee sehen! Und so zwingt er sich, wach zu bleiben und h&#228;lt mit hektischem Herumklettern und jaulenden Seemannsweisen auch den Igel und den B&#228;r vom Schlafen ab. Irgendwann sitzen sie alle drei beisammen, kurz davor aufzugeben &#8211; als pl&#246;tzlich eine Schneeflocke auf der Nase des B&#228;ren landet &#8230;</p>
<p>Das Esslinger Atelier, genauer gesagte Sebastian Meschenmoser, hat ein wundervolles, stabiles Winterbuch ver&#246;ffentlicht, das ganz fantastisch die Mimik und Gestik des Eich&#246;rnchens und seiner Freunde einf&#228;ngt &#8211; unkompliziert und humorvoll.</p>
<p>Ein Buch zum Vorlesen (und erstem selbst Lesen), mit kurzen und treffenden S&#228;tzen, das zum gemeinsamen Schmunzeln und Kuscheln einl&#228;dt. Einfach s&#252;&#223;!</p>
<p class="bestellen"><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3480223591/selbstausbild-21" target="_blank"><em> </em>Eine Geschichte &#252;ber das Warten auf den ersten Schnee</a></p>
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