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	<title>lesedetektiv.de &#187; Hab ich nicht gern gelesen</title>
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	<description>Buchkritiken, Rezensionen Literatur: Romane, Wissen, Hörbuch, Kinderbücher, Kurzgeschichten etc.</description>
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		<title>Macht der sechs Steine, Die &#124; Bang! Wumm! Wusch! Matthew Reillys flacher Hollywood-Actionfilm in Buchform</title>
		<link>http://www.lesedetektiv.de/romane/krimi-thriller/macht-der-sechs-steine/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=macht-der-sechs-steine</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Jan 2009 22:04:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hab ich nicht gern gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi, Thriller]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieses Buch spiegelt keine falschen Tatsachen vor. Das beginnt schon beim Umschlag: effektvoll tritt der Titel hervor, plastisch und mit eingelassenen Linien und L&#246;chern, eine Freude f&#252;r die Fingerkuppen. Oben der breit gedruckte Name des australischen Autors Matthew Reilly, der f&#252;r Thriller stehen soll, die sich lesen wie ein Actionfilm aus Hollywood. Dazwischen strahlt, vor diffusem gr&#252;nem Rauch, ein Stein. Wer erwartet da besonders viel Niveau zwischen den Buchdeckeln?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3471300104/selbstausbild-21" target="_blank"><img class="alignleft size-full wp-image-527" title="Die Macht der sechs Steine | List Verlag" src="http://www.lesedetektiv.de/wp-content/uploads/2009/01/macht-der-sechs-steine.jpg" alt="Die Macht der sechs Steine | List Verlag" width="81" height="128" /></a>Dieses Buch spiegelt keine falschen Tatsachen vor, es zeigt ganz unmissverst&#228;ndlich was es ist und was kann. Das beginnt schon beim Umschlag: effektvoll tritt der Titel hervor, plastisch und mit eingelassenen Linien und L&#246;chern, eine Freude f&#252;r die Fingerkuppen. Oben der breit gedruckte Name des australischen Autors Matthew Reilly, der f&#252;r Thriller stehen soll, die sich lesen wie ein Actionfilm aus Hollywood. Dazwischen strahlt, vor diffusem gr&#252;nem Rauch, ein Stein. Wer erwartet da besonders viel Niveau zwischen den Buchdeckeln?</p>
<p>Ein Blick in den Klappentext zerstr&#228;ut alle Zweifel: <em>»Jack West und sein Team aus Spezialisten haben neun Tage Zeit, um die sechs legend&#228;ren S&#228;ulen der Welt zu finden, die zusammen die bedrohliche fremde Sonne abwehren k&#246;nnen«</em>. Jack West &#8211; gibt es einen Namen, der die Figur eines spr&#246;den amerikanischen Helden treffsicherer charakterisieren k&#246;nnte? Auch der Plot <em>Amerikanischer Ex-Soldat rettet die Erde vor der Apokalypse</em> ist ein beliebtes Thema, in den 90ern oft verk&#246;rpert von Bruce Willis (u.a. <em>Armageddon</em>). Ich finde den Action-Film <em>Das f&#252;nfte Element</em> ziemlich unterhaltsam (Plot: Amerikanischer Ex-Offizier rettet die Erde vor einem b&#246;sartigen Planeten). Um es kurz zu machen: ich erwartete in etwa diesen Film als Buch, minus ein ganzes St&#252;ck Niveau.</p>
<p>Und wurde dennoch entt&#228;uscht. Das Buch beginnt mit einem alten Mann, der sich in eine Grube hinabl&#228;sst (die zwar ein wenig beschrieben wird, die n&#228;heren r&#228;umlichen Umst&#228;nde aber &#252;berl&#228;sst man lieber einer beigef&#252;gten Grafik). Er hat einen <em>»wei&#223;en Rauschebart«</em> und <em>»wasserblaue Augen, aus denen W&#228;rme und Intelligenz«</em> strahlen und man nennt ihn Wizard, <em>»ein Spitzname, der genau auf ihn zutraf«</em>. Offensichtlich wird dem Leser, vielleicht zu dessen Bequemlichkeit, nicht zugetraut selbst zu erkennen, ob ein Spitzname zutrifft oder ob die Figur sympathisch und intelligent ist &#8211; er bekommt es regelrecht aufgezwungen. Der Autor spricht dem Leser das Denken ab.</p>
<p>Wenn man dieses Buch liest, blickt man auf ein zweidimensionales Fernseh-Bild mit Stereo-Ton. Eine exemplarische, willk&#252;rlich ausgesuchte Szene lautet so: <em>»Vorsichtig ging er an ihnen vorbei, als pl&#246;tzlich blitzschnell einer der Wachsoldaten eine Pistole zog und &#8230; Peng! Der Soldat wurde an die Wand geschleudert«</em>. Oder: <em>»Dann h&#246;rte man F&#252;&#223;e rascheln und trippeln und &#8230; Bamm! Die Notbeleuchtung der Mine ging an.«</em> Ich k&#246;nnte ewig fortfahren, z.B. mit <em>»Paaf«, »Wumm«</em> oder <em>»Baam«</em>. Es ist nicht so, dass alle S&#228;tze ein Comic-Wort beinhalten, aber auch ohne werden sie nicht gerade gehaltvoller.</p>
<p>Ich konnte das Buch einfach nicht weiterlesen und tat, da ich noch nicht bereit war ein faires Urteil abzugeben, Folgendes: ich gab das Buch jemandem zu Lesen, von dem ich wei&#223;, dass er genau diese Art Unterhaltungsliteratur mag.<br />
Es sei dumm und platt aber durchaus spannend und einfallsreich, meinte der, als er es mir wiederbrachte, und da es der zweite Teil einer mehrteiligen Serie sei, m&#252;sse man damit rechnen, dass man mittendrin einsteigt und irgendwo mittendrin wieder rausgeschmissen wird. Aber man denke nur an die Indiana-Jones-Trilogie: jedes Mal ist der Konflikt am Ende aufgel&#246;st, die B&#246;sen vernichtet, der Held siegreich. Zweimal h&#228;lt Indiana Jones die weibliche Hauptrolle in den Armen, einmal erh&#228;lt er den verdienten Respekt des Vaters. Stets ein rundes Ende und ein zufriedener Zuschauer. Das Ende dieses Buchs jedoch rufe keine Zufriedenheit hervor, sondern nur den Wunsch, es in die Ecke zu werfen.</p>
<p class="bestellen"><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3471300104/selbstausbild-21" target="_blank"> <em>»Als auch schon &#8211; wusch! &#8211; ein [...] Brocken vorbeischoss</em><em>«</em> </a></p>
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		<title>Nigeria Connection &#124; zu viel gewollt: Peter M. Roeses Roman zwischen Landeskundeunterricht und Actionthriller</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Aug 2008 12:59:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hab ich nicht gern gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi, Thriller]]></category>

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		<description><![CDATA[Um Authentizit&#228;t der Beschreibungen von Nigeria oder auch Afrika zu beurteilen, fehlt mir das Hintergrundwissen. Wie ich &#252;ber Peter M. Roese (man beachte die weltm&#228;nnische Mittel-Initiale!) gelesen habe, lebte er »f&#252;r einige Zeit« in Benin City ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3938807172/selbstausbild-21" target="_blank"><img class="alignleft size-full wp-image-292" title="Nigeria Connection | Rhombos" src="http://www.lesedetektiv.de/wp-content/uploads/2008/08/nigeria-connection.jpg" alt="" width="90" height="128" /></a>Gleich zu Beginn: dieses Buch hat nichts mit diesen E-Mails aus Nigeria oder Sierra Leone zu tun, in denen Menschen um Hilfe gebeten werden und Belohnungen versprochen werden.<br />
Wie ich &#252;ber Peter M. Roese (weltm&#228;nnische Mittel-Initiale!) gelesen habe, lebte er »f&#252;r einige Zeit« in Benin City, was ihm sicherlich »Insiderkenntnisse« bescheinigt. Aber kann er seine Vorstellung von der afrikanischen Atmosph&#228;re so umsetzen, dass ich sie durch sein Zeilen f&#252;hlen kann &#8211; jene »schw&#252;l-sinnliche Atmosph&#228;re«, die der Umschlagstext verspricht. An dieser Stelle erfahre ich auch, dass der Roman im Nigeria der 70er Jahre spielt und sich um den Deutschen Marcel dreht, der dort arbeitet und »nebenbei die Geheimnisse des schwarzen Kontinents« ergr&#252;ndet. Dabei ger&#228;t er jedoch in »einen Strudel politischer Verschw&#246;rungen und Mordanschl&#228;ge«. »Liebhaber aktionsgeladener Krimis kommen hier auf ihre Kosten«, hei&#223;t es verf&#252;hrerisch.</p>
<p>Obwohl viel Unterhaltung versprochen wird &#8211; die billige Gestaltung und Qualit&#228;t des Umschlags machen keine gro&#223;e Lust darauf, erwartungsfroh loszulesen. Auch der erste Abschnitt erweckt sofort meine Skepsis:</p>
<p><em>»Verdammter Mist!« flucht Marcel, w&#228;hrend er voll auf das Bremspedal tritt. Ein Fu&#223;g&#228;nger ist unerwartet aus der Dunkelheit aufgetaucht. Er steht urpl&#246;tzlich mit vor Schreck verzerrtem Gesicht im Licht der Scheinwerfer auf der Fahrbahn, direkt vor dem VW-Bus. Das ist ja nochmal gut gegangen, denkt der junge Deutsche mit den langen, dunklen Haaren erleichtert, und wischt sich mit dem linken Handr&#252;cken die Schwei&#223;perlen von der Stirn. Seinem uniformierten Begleiter scheint die Schw&#252;le nichts auszumachen. Der ist Afrikaner, der muss es ja gewohnt sein, denkt Marcel schmunzelnd.</em></p>
<p>Wieso also Skepsis? Zun&#228;chst wegen des schwierigen Erz&#228;hltempus Pr&#228;sens (mit dem er deutlich Probleme hat: <em>»Schaudernd und h&#246;chst erstaunt h&#246;rt Marcel zu [...]. Nachdem Marcel sich dann sp&#228;ter mit den lokalen Br&#228;uchen besser auskennt, h&#228;lt er solche Geschichten aber jederzeit f&#252;r m&#246;glich.«</em>). Au&#223;erdem fallen die abgelutschten Redemittel auf (es folgen noch viele Kalauer wie »auf die Pelle r&#252;cken«, »wie aus der Pistole geschossen antworten«, »nicht gut Kirschen essen« etc.) Ungelenk sind auch die hastig reingestopften Informationen zu Aussehen, Alter und Nationalit&#228;t des Hauptcharakters. Es ist die Art von Selbstgeschriebenem, die man in Online-Foren f&#252;r Hobbyautoren findet &#8211; eigentlich nicht gut genug, um gewinnversprechend verlegt zu werden. Ich nehme wahllos noch einen Abschnitt heraus: <em>»Wieder trudelt ein &#252;berraschender Brief aus der Heimat ein. Diesmal ist es ein bitterb&#246;ses Schreiben von der Schwiegermutter in spe oder vielmehr a.D. »Uijuijuijui«, murmelt Marcel h&#246;chst erstaunt mit erhobenen Augenbrauen.«</em> Sobald Tempo und Spannung aufkommen soll, beginnt jeder dritte Satz »da«: <em>»Da meint einer der Engl&#228;nder [...]«</em> &#8211; <em>»Da poltert der Oberst los [...]«</em> &#8211; <em>»Da mu&#223; der hohe Herr schmunzeln [...]«</em> &#8211; <em>»Da wird H.E. echt sauer [...]</em>«</p>
<p>Nein, ich habe das Buch nicht gerne gelesen, trotz des deutlichen Erfahrungsreichtums Roeses, den er gerne an seine Leser weitergeben m&#246;chte. Schuld an meinem Unwillen ist sein Stil, an dem ich mich st&#228;ndig gerieben habe. Roese versucht den Spagat zwischen eifrigem Landeskundeunterricht und Actionthriller samt Mafiamorden und sch&#246;nen M&#228;dchen. Die verwendete Sprache ist grob und unbeholfen, manche Passagen r&#252;tteln empfindlich am guten Geschmack. Zwei weitere B&#228;nde sollen die Nigeria-Trilogie perfekt machen &#8211; f&#252;r mein Verst&#228;ndnis h&#228;tte Roese besser daran getan, ein weiteres Sachbuch &#252;ber das Land zu schreiben.</p>
<p class="bestellen"><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3938807172/selbstausbild-21" target="_blank"> Interessantes Hintergrundwissen falsch verpackt </a></p>
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		<title>Verhext und zugen&#228;ht &#124; Valerie Frankels Gro&#223;sstadthexe leidet unter beruflichem Ethos, Schulden und Anorgasmie</title>
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		<pubDate>Thu, 31 Jul 2008 18:13:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Exotisch, Erotisch]]></category>
		<category><![CDATA[Hab ich nicht gern gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Romantisch]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe auf dieses Buch Lust gehabt, weil mir das Umschlagsbild suggerierte, das hier eine freche leichte Unterhaltung im urbanen New York drin steckt, die man schl&#228;frig liest, zufrieden weglegt und schnell vergisst. Vergessen werde ich ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3548267831/selbstausbild-21" target="_blank"><img class="alignleft size-full wp-image-200" title="Verhext und zugen&#228;ht | Ullstein" src="http://www.lesedetektiv.de/wp-content/uploads/2008/07/verhext-zugenaeht.jpg" alt="Verhext und zugen&#228;ht | Ullstein" width="81" height="128" /></a>Ich habe auf dieses Buch Lust gehabt, weil mir das Umschlagsbild suggerierte, dass hier eine freche, leichte Unterhaltung mit Handlungsort New York drinsteckt, die man schl&#228;frig liest, zufrieden weglegt und schnell vergisst. Vergessen werde ich das Buch auf jeden Fall, aber zufrieden weggelegt habe ich es nicht.</p>
<p>Es geht um eine Frau Anfang 30: die »Hexe« Emma Hutch wird mit ihren roten Haaren und orangefarbenen Augen als super sexy (aber dann doch nicht so <em>super super</em> sexy wie die blonden Antagonistinnen) beschrieben, die mittels Behr&#252;hrung einzelne Bilder in die Gehirne anderer zu &#252;bertragen vermag und auf dieser Grundlage eine Gesch&#228;ftidee verwirklicht hat: unschuldigen M&#228;nnern die Bilder von Frauen in Reizw&#228;sche einimpfen, Frauen, die f&#252;r diesen Dienst bezahlen und sich so die ungeteilte Zuneigung des Opfers erhoffen.</p>
<p>Das geht so lange gut, bis sich Emma in das Ziel einer ihrer Kundinnen verliebt: der reiche, intelligente, attraktive William. Und das ausgererchnet, als sie nach einer Investition Geld verloren hat, ihre Bank Druck macht und die (berechnende, aber <em>super super</em> sexy blonde) Kundin mehr als &#252;blich zu zahlen bereit ist. Dazu kommt, dass der besagte Mann auch noch mit einer anderen Blondine liiert ist: ein Model, das stereotyp als zickig und dumm charakterisiert wird (und nat&#252;rlich dabei <em>super super</em> sexy ist).</p>
<p>Nat&#252;rlich werden sowohl die berechnende Blonde (die den Mann aus beruflichen Vorteilen verf&#252;hren will) als auch die dumme Blonde das Nachsehen haben und der perfekte William wird sich seiner wahren Liebe, der Hexe Emma Hutch zuwenden &#8211; ganz ohne Hexerei. Das war alles zu erwarten, nun kommt es nur noch darauf an, wie das umgesetzt wird. Leider nicht gut: s&#228;mtliche Figuren sind stereotyp, alles findet sich auf unrealistisch reibungslose Weise zusammen, die ganze Geschichte ist oberfl&#228;chlich und geistlos, der Stil einfach plump. Man hangelt sich im Grunde von einer sexuell inspirierten Szene zur n&#228;chsten, denn darum dreht sich alles: Emma glaubt unter »Anorgasmie« zu leiden. Wer kann sie davon heilen?</p>
<p>Recht vorhersehbar, zumindest was den Ausgang angeht, sind Liebesgeschichten eigentlich immer. Es geht darum, den beschwerlichen Weg von Mr. und Mrs. Right nachzuvollziehen, bis die beiden ins verdiente <em>Happily Ever After</em> entlassen werden. Das f&#252;gt sich bei <em>Verhext und Zugen&#228;ht</em> so zusammen: z&#228;h gedehnt und dabei heillos absehbar, so dass ich die Seiten nur noch ungeduldig &#252;berflogen habe, bis zum H&#246;hepunkt (Emma erh&#228;lt das Geld ihrer Investion zur&#252;ck, bringt die verantwortlichen B&#246;sewichte hinter Gitter und bekommt einen multiplen Orgasmus) und von dort aus direkt in den Epilog. Wo man noch einiges h&#228;tte gut machen k&#246;nnen, stie&#223; ich auf den definitiven Tiefpunkt &#8211; der zugleich ein sehr charakteristischer Moment des Buchs ist:</p>
<p><em>[William ] holte tief Luft und sagte [...]: »Emma kann jetzt Botschaften senden ohne jemanden ber&#252;hren zu m&#252;ssen. [...] Und sie hat sich als hochbegabte Studentin der erotischen K&#252;nste erwiesen.« [... ] »Sie ist wirklich unheimlich talentiert«, fuhr William fort, »ganz besonders bei einer speziellen Technik, Ich nenne sie &#8220;Der gro&#223;e Schluck&#8221;.</em></p>
<p>Na, das ist genau meine Vorstellung von Romantik. Wobei &#8211; um Romantik geht es hier ja gar nicht. Mein Fehler.</p>
<p class="bestellen"><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3548267831/selbstausbild-21" target="_blank"> Unzufrieden weggelegt und schnell vergessen.</a></p>
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		<title>Gottesgrab, Das &#124; Will Adams und Indiana Jones: Abenteuerarch&#228;ologie, harte Nippel, b&#246;se Jungs</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Dec 2007 18:52:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hab ich nicht gern gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi, Thriller]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe durchaus interessiert zu lesen bekommen, in Erwartung spannender Abenteuer zwischen Pyramiden und Gr&#228;bern, im Stil eines Indiana Jones. Bald wird klar, dass es hier um Alexanders verschollenes Grab geht. Auf der Suche ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/349924585X/selbstausbild-21" target="_blank"><img src="http://www.lesedetektiv.de/wp-content/uploads/2007/12/gottesgrab.jpg" alt="Gottesgrab" /></a>Wie so oft, oder eigentlich meistenes, war es auch bei Gottesgrab die Umschlaggestaltung, die mich veranlasste den Titel lesen zu wollen. Denn der ist ein Blickfang: Text und Sonnenstrahlen sowie die effektvollen Linien (welche die Tiefe des Grabes darstellen, aus dem man scheinbar guckt) treten plastisch hervor und gl&#228;nzen kontrastreich von gelbwei&#223; bis dunkelbraun, quer dar&#252;ber blutort gef&#228;rbt der Titel mit den wirkungsvollen Stichworten &#8220;Gott&#8221; und &#8220;Grab&#8221;.</p>
<p>Ich habe durchaus interessiert zu lesen begonnen, in Erwartung spannender Abenteuer zwischen Pyramiden und Gr&#228;bern. Bald wird klar, dass es um das verschollene Grab Alexander des Gro&#223;en geht. Auf der Suche danach ist der Unterwasser-Arch&#228;ologe Daniel Knox, dessen Weg sich mit einer franz&#246;sischen Skryptologin kreuzt. Gemeinsam treffen sie auf allerlei Widersacher und begeben sich auf Schatzsuche.</p>
<p>Aber Moment, so weit in der Handlung kam ich erst gar nicht. Immer wieder habe ich das Buch weggelegt. Z.B. als Knox auf einen (als fett und trottelig charakterisierten) Deutschen trifft. Der zeigt Knox ein Objekt, das dieser als Teil des Alexanderschen Schatzes identifiziert. Die w&#246;rtliche Reaktion des Deutschen: &#8220;eifers&#252;chtig&#8221;. Das passt einfach nicht.</p>
<p>Auch gingen mir die ewigen sexuellen Anspielungen auf den Keks. Da ist eine h&#252;bsche junge Frau (<em>nicht</em> die franz&#246;sische Skryptologin), deren Br&#252;ste hervorstehen wenn sie sich den Pferdeschwanz bindet. In einer anderen Szene wird der Lesergedanke erneut auf ebendiese Objekte gelenkt: »Ihr feuchtes Bikinioberteil hatte das T-Shirt durchsichtig gemacht, sodass man die Brustwarzen sehen konnte, die vor Angst ganz hart waren«. Oh je. Wirklich.</p>
<p>Wobei die geschichtlichen Details, seien sie nun korrekt dargestellt oder nicht, durchaus interessant sind. Nach den ersten 50 bis 100 Seiten  (l&#228;sst man oben genannte Stolperfallen mal au&#223;er Acht) gewinnt die Handlung auch langsam an Schwung. Dass sich der Autor nach eigenen Angaben an Indiana Jones orientierte, glaubt man gern &#8211; nicht nur das Thema Abenteuerarch&#228;ologie, auch der idealistische spr&#246;de Hauptcharakter und die pricklenden Bande zum weiblichen Gegenpart (sch&#246;n und temperamentvoll, aus Neckerei wird Zuneigung &#8230; ach ja) zeugen davon. Und am Ende? Nat&#252;rlich! Wird dann auch alles gut.</p>
<p class="bestellen"><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/349924585X/selbstausbild-21" target="_blank"> Zwar platt, aber nicht ohne Spannung</a></p>
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		<title>Hilfskoch, Der (oder wie ich beinahe Schriftsteller wurde) Herbert Rosendorfer. Gesellschaftssatire</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Dec 2007 17:12:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaftskritisch]]></category>
		<category><![CDATA[Hab ich nicht gern gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Romane]]></category>

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		<description><![CDATA[Der fiktive Ich-Erz&#228;hler Stephan Kuggler m&#246;chte Autor werden. Zu diesem Zwecke verfasst er ein sprachlich eloquentes aber inhaltlich verkorkstes Werk nach dem anderen. Der Lektor, der sich dies vorlesen l&#228;sst, ist eine Figur mit ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3423210206/selbstausbild-21" target="_blank"><img src="http://www.lesedetektiv.de/wp-content/uploads/2007/12/der-hilfskoch-oder-wie-ich-beinahe-schriftsteller.jpg" alt="wie ich beinahe Schriftsteller wurde" /></a>Es ist schwierig &#252;ber ein Buch zu schreiben, das mir von Beginn an auf die Nerven ging. Es f&#228;ngt schon so aufgeregt punktlos-kommareich an: »Ich habe Herrn &#8211; beinahe h&#228;tte ich seinen Namen hingeschrieben, aber das darf ich, glaube ich, nicht, ich werde also in dem ganzen Buch keinen und keine mit wahrem Namen nennen (nur mich selbst, das schon, ja &#8211; und vielleicht den einen oder anderen, den ich nicht mag, oder ehrend, wie zum Beispiel Wim) und mu&#223; mir also die M&#252;he, die zus&#228;tzliche M&#252;he machen, die Namen alle zu erfinden, [...]«</p>
<p>Der Satz geht noch eine Weile so weiter und gipfelt schlie&#223;lich in einem Fragezeichen. Okay, ein bisschen Aufgeregtheit und damit verbundene betonte Witzigkeit ist ja in Ordnung &#8211; aber so geht das ganze Buch &#8230;</p>
<p>Der fiktive Ich-Erz&#228;hler Stephan Kuggler m&#246;chte Autor werden. Zu diesem Zwecke verfasst er ein sprachlich eloquentes aber inhaltlich verkorkstes Werk nach dem anderen. Der Lektor, der sich dies vorlesen l&#228;sst, ist eine Figur mit der grauenvollen Angewohnheit, Adverbien und Adjektive mit &#8220;o&#8221; zu beenden (vielleichto, schado, quaso &#8211; sp&#228;ter auch &#8220;jedochus&#8221;). Dieser r&#228;t Stephan Kuggler dazu, einen autobiographischen Roman zu schreiben.</p>
<p>Selbst nicht viel (autobiographisches) zu sagen, lernt der M&#246;chtegern-Autor per Verwechslung einen kauzigen Konsul kennen, der den vermeintlich alten Freund gerne in die Welt der Stars (&#8220;So&#223;eijetie&#8221;) einf&#252;hrt. Nun wird das Buch, trotz unbeirrt atemlos-anstrengendem Erz&#228;hlstil (irgendwann habe ich mich halbwegs daran gew&#246;hnt), doch noch ganz witzig: naiv und unbek&#252;mmert werden Pers&#246;nlichkeiten beschrieben, deren Namen &#8220;er&#8221; ja nicht nennen will, die einem dann aber doch irgendwie bekannt vorkommen &#8211; und sei es als Stereotyp des Starkults.</p>
<p>&#8220;Iw&#228;nts&#8221; werden subtil ironisiert, die Verlagsbranche wird beim Rundumschlag besonders ber&#252;cksichtigt &#8211; nicht nur, indem die Figur des Lektors mit dem nervenden Sprach-Spleen kariert  wird, sondern auch ganz ernsthaft und u.a. wegen der Tatsache, dass hoffnungsvolle Jungautoren nach gegl&#252;cktem Deb&#252;t erst hoch gejubelt werden, um sie dann sehr tief fallen zu lassen.</p>
<p>Dies ist ein Buch, das sich auf einer Lesung am besten bew&#228;hrt, im Augenkontakt mit dem Autor, vorgelesen durch einen verschmitzt grinsenden Mund. Das selbst Lesen hat mir &#8211; aufgrund des Stils und trotz witziger Momente &#8211; keinen gro&#223;en Spa&#223; gemacht.</p>
<p class="bestellen"><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3423210206/selbstausbild-21" target="_blank"> Vom Laien-Schriftsteller zum Hilfskoch</a></p>
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		<title>Marzipanm&#228;dchen, Das &#124; L&#252;beck im 19. Jahrhundert. Lena Johannson erz&#228;hlt von einer unerschrockenen Frau</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Nov 2007 12:52:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hab ich nicht gern gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Historisch]]></category>

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		<description><![CDATA[Sehr schnell kommt die Geschichte in Fahrt: Marie, ein ungest&#252;mes, zu gro&#223; und zu schlank geratenes blondes M&#228;dchen (selbstverst&#228;ndlich von verhei&#223;ungsvoller Sch&#246;nheit), &#252;bernimmt, nachdem ihre beiden Br&#252;der gestorben sind, die ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3426637669/selbstausbild-21"><img src="http://www.lesedetektiv.de/wp-content/uploads/2007/11/marzipanmaedchen.jpg" alt="Marzipanm&#228;dchen" /></a>Sehr schnell kommt die Geschichte in Fahrt: Marie, ein ungest&#252;mes, zu gro&#223; und zu schlank geratenes blondes M&#228;dchen (selbstverst&#228;ndlich von verhei&#223;ungsvoller Sch&#246;nheit), &#252;bernimmt, nachdem ihre beiden Br&#252;der gestorben sind, die Gesch&#228;ftsf&#252;hrung der famili&#228;ren Marzipanb&#228;ckerei in L&#252;beck. Und das im Jahr 1871 &#8211; ein M&#228;dchen als Gesch&#228;ftsf&#252;hrerin, das geht doch nicht &#8230;</p>
<p>Wir haben also (wieder) den Plot: sch&#246;nes, energisches M&#228;dchen wagt den beschwerlichen Schritt in einen von M&#228;nnern dominierten Beruf (erfolgreich nat&#252;rlich) und findet die Liebe ihres Lebens. Jetzt kommt es nur noch darauf an, wie Lena Johannson das bew&#228;hrte Muster umsetzt &#8211; z.B. die romantische Spannung.</p>
<p>Gleich zu Beginn erf&#228;hrt der Leser, dass Maries zuk&#252;nftiger Enkelsohn den Nachnamen »Andresen« tr&#228;gt &#8211; und wei&#223; somit, dass die leidenschaftliche Aff&#228;re zu einem Herrn namens Hansen nicht reibungslos funktionieren wird und eventuell zum Scheitern verurteilt ist. Eine &#220;berraschung ist das also nicht mehr. Daf&#252;r h&#228;lt das Buch einige Entt&#228;uschungen bereit: da wird der Leser auf fesselnde Abenteuer oder Fehden vorbereitet, nur um die dann nicht miterleben zu d&#252;rfen. so geschehen im ersten Kapitel, in dem eine aufreibende Schiffsreise nach St. Petersburg stattfindet (auf der Marie auch die Herren Andresen und Hansen kennen lernt). So &#8211; jetzt brannte ich darauf, von Maries Abenteuern im zarischen Russland zu erfahren (beginnend im n&#228;chsten Kapitel, so vermutete ich). Die ersten Zeilen des n&#228;chsten Kapitels (Ankunft in Russland, aufreibende Erlebnisse, Charakterentwicklung, so vermutete ich) musste ich vor Schreck gleich zweimal lesen: <em>»Keine zwei Monate waren vergangen, seit sie das Schiff bestiegen und zum ersten Mal ihre Heimat verlassen hatte. Keine zwei Monate, und doch war Marie Kr&#246;ger ein anderer Mensch, als sie zur&#252;ckkehrte«</em>.<br />
Moment mal! Davon, dass Marie jetzt ein anderer Mensch geworden sein soll, habe ich &#252;berhaupt nichts mitbekommen!</p>
<p>Damit w&#228;ren wir beim Problem des Buchs: es erz&#228;hlt nur nach, nichts erlebt der Leser selbst. Marie, ein glattes, kantenloses Wesen, erlangt zunehmend Ruhm und Geld mit ihrer B&#228;ckerei, prophezeit die bleibende Werbewirkung des Schaufensters und erfindet die <em>Corporate Identity</em>. Nebenbei bewegt sie viel f&#252;r arme Menschen und benachteiligte Frauen. Aber: all diesen Entwicklungen wird kaum mehr als eine einzige Buchseite zugestanden: so hat Marie einmal die Idee, die Zust&#228;nde der L&#252;becker Prostituierten zu verbessern. Also setzt sie sich mit Herrn Hansen zusammen, sie &#252;berlegen, 10 Zeilen sp&#228;ter ist die Sache durchgefechtet und erledigt. &#220;berraschend leicht f&#228;llt das alles, kein Gegenspieler ist in Sicht &#8211; bis auf einen Angestellten der B&#228;ckerei, dessen stumpfe B&#246;sartigkeit von Anfang an zu offenstichtlich ist. Umso &#228;rgerlicher und unglaubw&#252;rdiger ist, dass es der sonst so klugen und weltgewandten Marie viel zu sp&#228;t auff&#228;llt.</p>
<p>Es ist sicherlich schwierig &#252;ber eine Figur zu schreiben, die im Prolog und Epilog &#252;ber 90 Jahre alt ist, w&#228;hrend in den 400 Seiten dazwischen die Erlebnisse vom 17. bis zum 50. Lebensjahr erz&#228;hlt werden. Kann man eine Geschichte &#252;ber eine so lange Zeitspanne &#252;berhaupt spannend und lebendig darstellen, anstatt sie nur nachzuerz&#228;hlen? Ich sch&#228;tze schon. Lena Johannson ist es nicht gelungen.</p>
<p class="bestellen"><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3426637669/selbstausbild-21" target="_blank"> Mehr Entt&#228;uschungen als &#220;berraschungen </a></p>
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		<title>dritte Jungfrau, Die &#124; Kommissar Adamsberg Fall sechs: literarischer Kriminalroman als H&#246;rspiel mit 2 CDs</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Sep 2007 16:33:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hab ich nicht gern gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Hörbuch, Hörspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi, Thriller]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe schon erw&#228;hnt, dass ich gerne abends H&#246;rbuch h&#246;re. Das muss und soll auch gar nicht anspruchsslos sein. Im Gegenteil - gerade niveauvolle, komplexe Literatur liest sich so viel besser, wenn man ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3898136256/selbstausbild-21" target="_blank"><img src="http://www.lesedetektiv.de/wp-content/uploads/2007/09/die-dritte-jungfrau.jpg" alt="Die dritte Jungfrau" /></a>Ich habe schon erw&#228;hnt, dass ich gerne abends vorm Schlafengehen &#8211; speziell nach einem langen Tag &#8211; ein spannendes H&#246;rbuch auflege. Das muss und soll auch gar nicht anspruchslos sein. Im Gegenteil &#8211; gerade niveauvolle, komplexe Literatur liest sich so viel besser, wenn man sie nicht selbst lesen muss. Niveauvoll und komplex: ich habe mir sagen lassen, dass die Kriminalgeschichten von Fred Vargas genau diesem Anspruch entsprechen.</p>
<p>Was mich dann doch etwas gewundert hat: Wie haben es die Produzenten nur geschafft, die 480-seitige Buchvorlage von »Die dritte Jungfrau« auf nur zwei CDs zu pressen, ohne Sinn und Atmosph&#228;re einzub&#252;&#223;en. Genau darin liegt das Problem &#8211; sie haben es offenbar nicht geschafft. Zumindest was denn Sinn betrifft.</p>
<p>Fred Vargas (Pseudonym der franz&#246;sischen Schriftstellerin Frédérique Audoin-Rouzeau) soll ja einem recht surrealen Schreibstil fr&#246;nen &#8211; dies kann ich nur best&#228;tigen, surreal ist die Geschichte tats&#228;chlich. So surreal, dass (bei dieser Vertonung) Passagen zwar spannend, aber irgendwie zusammenhangslos hintereinander gereiht erscheinen. Pl&#246;tzlich eine R&#252;ckblende &#8211; der H&#246;rer st&#246;&#223;t mitten in einen Dialog, dann ein Ortswechsel &#8211; aber sind wir nun wieder in der Gegenwart? Ich f&#252;hle mich mehr reingeworfen denn reingeleitet.</p>
<p>Mit einem Mal geht es um irgendwelche toten Hirsche und Jungfrauen &#8211; wie es dazu kam habe ich gar nicht richtig mitbekommen. Dazwischen Sequenzen, in denen Ermittler Adamsberg mit seinem Baby (samt quitschenden S&#228;uglings-Hintergrundger&#228;uschen) &#252;ber ein wei&#223;es Kamel und braune und rote Hirsche spricht (eine Anspielung auf sich selbst und einen rothaarigen Kollegen, wenn ich recht verstanden habe).</p>
<p>Schon ist CD 1 vorbei und CD 2 beginnt mit einem polizeilichen Brainstorming &#252;ber Knochen in Katerpenissen und Schweiner&#252;sseln. Und ich liege da und frage mich, warum ich kaum etwas mitbekomme. Das wird noch dadurch verst&#228;rkt, dass mir ungewohnte franz&#246;sische Namen um die Ohren fliegen und mir die akustische Trennung der Figuren schwer f&#228;llt (bis auf Adamsberg selbst, der wegen des Namens und einer hohen, hellen Stimme heraussticht).</p>
<p>Jetzt habe ich einfach mal die Inhaltsangabe gelesen &#8211; und die allein ist schon verwirrend genug (Amazon: [...] dann wird auch noch ein Hirsch gefunden, dem man das Herz herausgerissen hat. Und dann liegen an der Port de la Chapelle noch zwei m&#228;nnliche Leichen mit durchgeschnittener Kehle, die offenbar zuvor nach irgendetwas gegraben haben m&#252;ssen. Adamsberg bleiben zur Aufkl&#228;rung des Doppelmordes nur wenige Tage Zeit. Denn seine Vermutung klingt so aberwitzig, dass ihm seine Vorgesetzten nicht mehr folgen wollen [...]).</p>
<p>F&#252;r Kenner der Vorlage ist dies (sicherlich) eine kompakte und wirklich gut gemachte Vertonung. F&#252;r mich jedoch, die ich zum ersten Mal mit Fred Vargas und Kommissar Adamsberg in Ber&#252;hrung komme, ist dieses H&#246;rspiel eine verwirrende Aneinanderreihung von Szenen, die zwar literarisch ausgefeilt und spannend klingen, jedoch nahezu keinen Sinn ergeben. Vielleicht muss ich das Ganze auch nur noch zwei, drei Mal &#246;fter h&#246;ren &#8211; und nicht gerade kurz vorm Einschlafen.</p>
<p class="bestellen"><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3898136256/selbstausbild-21" target="_blank"> Eindeutig potente Geschichte &#8211; gnadenlos zusammengeschnitten </a></p>
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		<title>Sieben Tage f&#252;r die Ewigkeit &#124; Engel liebt Teufel im semi-infernalischen Machtstreit zwischen Sir und President</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Jul 2007 09:23:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hab ich nicht gern gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Romantisch]]></category>
		<category><![CDATA[SF, Fantasy]]></category>

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		<description><![CDATA[In diesem Buch trifft der weibliche Engel Zofia auf den eher lausb&#252;bischen als teuflischen Lukas (»nachdem er die Resopalplatte (!) seines Tisches ausgiebig mit einer Gabel zerkratzt hatte, verlie&#223; er die Cafeteria [...]«). Nat&#252;rlich ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3426637766/selbstausbild-21" target="_blank"><img src="http://www.lesedetektiv.de/wp-content/uploads/2007/07/sie-ta-ew.jpg" alt="sie-ta-ew.jpg" /></a>B&#252;cher, auf die die Marke »Bestseller« geklebt wurde, interessieren mich von jeher. Wieso klebt das da? Dummerweise stimme ich nicht immer mit dieser Bezeichnung &#252;berein, die gro&#223;es Publikumsinteresse nachweist und Qualit&#228;t signalisieren soll. Marc Levy ist mir schon ein Begriff. Rein als Name ist er mir mehrmals auf irgendeiner Bestseller-Liste &#252;ber den Weg gelaufen. M&#246;glich ist auch, dass seine B&#252;cher in einer Buchhandlung besonders werbewirksamen im Verkaufsraum ausgestellt wurden &#8211; erfolgreich, denn mein Blick fiel darauf. Jedenfalls ist dies mein erstes Buch von dem Autor, der auf dem Buchdeckel als »Frankreichs Superstar der Unterhaltung« ausgewiesen wird.</p>
<p>In diesem Buch trifft der weibliche Engel Zofia auf den eher lausb&#252;bischen als teuflischen Lukas (»nachdem er die Resopalplatte (!) seines Tisches ausgiebig mit einer Gabel zerkratzt hatte, verlie&#223; er die Cafeteria [...]«). Nat&#252;rlich verlieben sich beide ineinander. Dummerweise wurden sie von Gott (hier auch als (stets kursiv geschriebener) <em>Sir</em> oder <em>Er</em> bezeichnet) und Satan (a.k.a. <em>President</em>) beauftragt, die Zukunft der Erde in einer Art Machtstreit auszuhandeln. Dass dies einige Konflikte mit sich bringt, erscheint selbstverst&#228;ndlich.</p>
<p>Ich bin bekennender Atheist. So habe ich bei B&#252;chern, die sich um Gott und den Teufel drehen, von jeher eine von Skepsis gepr&#228;gte Herangehensweise. Einige Muskeln in der Mund- und Augenpartie beginnen dann zu zucken, wenn ich lese, dass Protagonistin Zofia bei der CIA arbeitet. Nein, nicht beim amerikanischen Geheimdienst, sondern: CENTRAL INTELLIGENCE OF THE ANGELS.<br />
Dass s&#228;mtliche Protagonisten des Buches sich selbst und ihre himmlische/teuflische Mission nicht ganz ernst nehmen, ist wohl nur konsequent. Die Kirche, sofern sie sich f&#252;r so etwas Zeit n&#228;hme, w&#252;rde das Buch als puren Kitsch bezeichnen.</p>
<p>Die Lekt&#252;re eignet sich perfekt als Sommerlekt&#252;re, die neben Baggersee und Kindergeschrei vor sich hin pl&#228;tschert. Das Buch gibt es entsprechend jetzt auch als verg&#252;nstigte Sommer-Sonderausgabe, mit einem Cover, das die Verwirrtheit des Buches wunderbar einf&#228;ngt. Meine Interpretation: Weihnachtsbaum auf sinkender Titanik vor Symboltapete.</p>
<p align="left">Wer mit diesem Unterhaltungsanspruch an das Buch herangeht, wird Spa&#223; daran haben.</p>
<p class="bestellen"><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3426637766/selbstausbild-21" target="_blank"> Gut liebt B&#246;se: eine romantische, triviale Sommerlekt&#252;re</a></p>
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		<title>Amokspiel &#124; das Radio als Medium des Terrors &#8211; und ganz Berlin ist Live dabei</title>
		<link>http://www.lesedetektiv.de/romane/krimi-thriller/amokspiel/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=amokspiel</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Apr 2007 11:14:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hab ich nicht gern gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi, Thriller]]></category>

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		<description><![CDATA[W&#228;hrend die Kriminalpsychologin Ira ihren Selbstmord plant, nimmt anderswo in Berlin ein Mann Geiseln bei einem popul&#228;ren Radiosender. Denkbar grausam verk&#252;ndet er »On Air« seine Spielanleitung: Per Zufallsprinzip ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3426637189/selbstausbild-21=" target="blank"><img src="http://www.lesedetektiv.de/wp-content/uploads/2007/04/amokspiel.thumbnail.gif" alt="Amokspiel" align="left" /></a>Ein dunkler Umschlag, bedrohlich schweben schwarz-rote Wolken &#252;ber dem Berliner Fernsehturm. <em>Amok Spiel</em> steht in gro&#223;en roten Lettern darauf, zwei kurze Begriffe, einer suggeriert Wahnsinn und Tod, der andere steht f&#252;r unschuldiges Vergn&#252;gen. Auf dem ersten Blick klar: das ist ein Psychothriller.</p>
<p>W&#228;hrend die Kriminalpsychologin Ira ihren Selbstmord plant, nimmt anderswo in Berlin ein Mann Geiseln bei einem popul&#228;ren Radiosender. Denkbar grausam verk&#252;ndet er »On Air« seine Spielanleitung: Per Zufallsprinzip ruft er eine Nummer in Berlin an. Der Angerufene muss dann eine bestimmte Parole sagen. Sagt er diese korrekt auf, wird eine Geisel freigelassen. Wenn nicht, muss sie sterben. Als sei der Fall nicht schon verzwickt genug, will der Mann sein »Amok Spiel« erst dann einstellen, wenn seine Verlobte zu ihm ins Studio kommt. Diese, so l&#228;sst man den Leser wissen, ist jedoch l&#228;ngst tot &#8230;</p>
<p>Eine gute Basis f&#252;r einen Psychothriller. Wie l&#228;sst sich diese Diskrepanz aufl&#246;sen? Was kann die selbstmordgef&#228;hrdete Ira erreichen und wie wird sich ihr Charakter im Lauf der Geschichte entwickeln? Es beginnt spannend und auch mit den stereotypen Figuren kann man sich irgendwie abfinden.</p>
<p>Der Autor beherrscht die g&#228;ngigen Spannungskonventionen, er l&#228;sst p&#252;nktlich zu Kapitelende eine Waffe ziehen, holt unvermittelt einen bisher Unbeteiligten in den Verd&#228;chtigenkreis, erschie&#223;t eine Geisel. Doch leider laufen weder die F&#228;den reibungslos zusammen, noch zeichnet sich das Buch durch einen guten Stil aus. Wenn es leichte Unterhaltung sein soll, wenn man keinen Wert auf pr&#228;zise Charakterzeichnung legt, sondern einen atemlosen Action-Thriller in Buchform sucht, ist man bei diesem Buch genau richtig.</p>
<p class="bestellen"><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3426637189/selbstausbild-21" target="_blank">Ein Geiseldrama in Berlin</a></p>
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